Noch mehr Schutz

Bauherren-Haftpflicht- und Bauleistungsversicherung kommen nicht für alle ­Schäden am Bau auf. Oft ist zusätzlicher Versicherungsschutz notwendig.

Feuerrohbauversicherung. Gegen finanzielle Schäden durch Brand, Blitzschlag oder Explosion muss sich der ­Bauherr extra versichern. Am besten schließt er eine Wohngebäudeversicherung ab, in der eine Feuerrohbau­versicherung beitragsfrei enthalten ist.

Dieser Schutz wird von den Gesellschaften meist dann für zwölf Monate beitragsfrei gewährt, wenn der Kunde sich auf eine Wohngebäudeversicherung mit fünfjähriger Laufzeit festlegt. Sobald das Haus fertig ist, wird aus dem Feuerschutz für Rohbauten automatisch der umfassendere Schutz der Wohngebäudeversicherung.

Bauhelfer-Unfallversicherung. Wenn Nachbarn oder Freunde auf der Baustelle mit anpacken, sind sie über die Bau-Berufsgenossenschaft unfallversichert. Dort muss sie der Bauherr spätestens innerhalb einer Woche nach Baubeginn anmelden und er muss für sie Versicherungsbeiträge zahlen. Je nach regional zuständiger Berufsgenossenschaft kostet ihn das rund 2 Euro pro Arbeitsstunde.

Die Helfer sind auch dann gesetzlich versichert, wenn der Bauherr ihre Anmeldung wissentlich oder unwissentlich versäumt. Dem Bauherrn droht dann allerdings ein Bußgeld.

Ein privater Unfallschutz für Bauhelfer dagegen ist unnötig. Der Bauherr selbst und sein Ehepartner brauchen ihn aber. Legen sie am Bau selbst mit Hand an, sollten sie sich während des Hausbaus über eine private Unfallversicherung absichern.

Glasversicherung. Eine Glasversicherung ist nur sinnvoll bei vielen und großen Glasflächen am Haus. Denn normalerweise deckt die Bauleistungsversicherung das Glasbruchrisiko. Aber jede zerschlagene Scheibe gilt als einzelner Schaden. „Also fällt auch jedes Mal die obligate Selbstbeteiligung an“, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

Je höher der vereinbarte Eigenanteil und je mehr Glasflächen am Bau, desto sinnvoller ist eine Glasversicherung. Sie zahlt nicht nur für Schäden durch zerbrochene Scheiben, sondern beispielsweise auch dann, wenn Glasbausteine, Profilbaugläser oder Lichtkuppeln zu Bruch gehen.

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