Welche Versicherungen Sportler wirk­lich brauchen

Eine Kranken­versicherung braucht jeder. Auch sonst benötigen Frei­zeit­sportler im Wesentlichen die gleichen Policen wie weniger aktive Mitmenschen. Reiter, Segel­flieger und Boots­besitzer sollten allerdings neben der Privathaft­pflicht auch eine gesonderte Halter-, Luft- oder Boots­haft­pflicht­versicherung abschließen.

Versicherung

Wofür?

Für wen?

Wie wichtig?

Privat­haft­pflicht

Zahlt, wenn Versicherte anderen Schaden zufügen und wehrt unbe­rechtigte Ansprüche Dritter ab.

Für Sportler sowieso, aber ohnehin für jeden.

Unbe­dingt notwendig.

Auslands­reise-Kranken­versicherung

Über­nimmt Heilbe­hand­lungen und medizi­nische Versorgung im Ausland, vor allem einen Rück­trans­port.

Für gesetzlich Versicherte auf Reisen immer, für Privatversicherte bei zu knappem Auslands­schutz.

Notwendig. Berufs­sport oft ausgeschlossen, selten sogar Wett­kämpfe generell.

Sport­haft­pflicht

Zahlt, wenn Sportler anderen einen Schaden zufügen. Leistungs­starke Tarife schließen auch das Training und Wett­kämpfe ein – zumindest teil­weise. Wehrt unbe­rechtigte Ansprüche Dritter ab.

Für Sportler, die einen Vertrag finden, der ihr spezi­fisches Wett­kampf­risiko absichert, wenn dies nicht durch eine Privathaft­pflicht oder einen Sport­ver­ein abge­deckt ist.

Der Schutz über einen Sport­ver­ein ist die bessere Alternative. Das Haftungs­risiko ist bei Wett­kämpfen stets einge­schränkt.

Kranken­tagegeld-Zusatz­versicherung

Sichert das Einkommen bei langer krank­heits­bedingter Arbeits­unfähigkeit ab. Kann Lücken jenseits des gesetzlichen Krankengeldes füllen.

Für gesetzlich kranken­versicherte Selbst­ständige und Arbeitnehmer mit höherem Einkommen.

Für gesetzlich versicherte Selbst­ständige wichtig, für gut bezahlte Arbeitnehmer sinn­voll.

Stationäre Zusatz­versicherung

Chef­arzt­behand­lung im Kranken­haus und Unterbringung im Ein- oder Zweibett­zimmer.

Für gesetzlich Kranken­versicherte.

Sinn­voll für gesetzlich Versicherte, die immer eine Chef­arzt­behand­lung wollen.

Kranken­haus­tagegeld

Zahlt einen Tages­satz während eines Kranken­haus­auf­enthalts.

Patienten im Kranken­haus.

Unnötig. Arbeit­geber, Kranken-und Kranken­tagegeld­versicherungen decken dieses Risiko bereits ab.

Berufs­unfähigkeits­versicherung (BU)

Sichert das Einkommen bei Berufs­unfähigkeit ab – egal ob durch Unfall oder Krankheit.

Alle, die finanziell auf ihr Arbeits­einkommen angewiesen sind.

Sehr wichtig. Aber auch Sportler bekommen nicht immer einen Vertrag.

Erwerbs­unfähigkeits­versicherung (EU)

Sichert das Einkommen bei Erwerbs­unfähigkeit ab.

Für Menschen, die keine Berufs­unfähigkeits­versicherung bekommen oder für die sie zu teuer ist, eine mögliche, aber schlechtere Alternative.

Sinn­voll für Menschen ohne BU-Schutz. Allerdings bekommt auch diesen Schutz nicht jeder. Das gilt auch für Sportler.

Unfall­versicherung

Zahlt bei Invalidität aufgrund eines Unfalls eine bestimmte Summe oder eine Rente, um das Einkommen zu sichern bzw. eventuell erhöhten Finanzbedarf zu decken (zum Beispiel Umbau des Hauses).

Alle, die wie Sportler ein erhöhtes Unfall­risiko haben und nicht durch den Sport­ver­ein, eine Berufs­unfähigkeits- oder eine Erwerbs­unfähigkeits­versicherung abge­sichert sind.

Wichtig für alle ohne BU- und EU-Schutz. Einige Sport­arten sind ausgeschlossen. Sportler können Unfälle oft über ihren Verein absichern.

Privater Rechts­schutz

Über­nimmt Anwalts- und Gerichts­kosten und bietet

Rechts­beratung.

Alle, die nicht bereits über den Sport­ver­ein rechts­schutz­versichert sind.

Kann hilf­reich sein, wenn ein Geschädigter Ansprüche geltend machen will.

Reisege­päck­versicherung

Zahlt für gestohlenes Gepäck – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen.

Alle, die viel reisen.

Unnötig. Schutz sehr einge­schränkt durch strenge Auflagen.