Reiseportale wie HolidayCheck, Expedia.de und Opodo bieten Urlaubern die Möglich­keit, ihre Reise gegen Risiken wie Krankheit und Gepäck­verlust abzu­sichern – und das gleich bei der Online­buchung. Klingt praktisch, ist aber nicht immer ratsam, wie unser Test auf zehn Reiseportalen zeigt. Es gibt zwar gute Tarife, doch die Versicherungen separat zu buchen, ist meist die bessere Idee und oft sogar güns­tiger.

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TestVersicherungen auf Reiseportalen12.11.2019
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Versicherungen auf Reiseportalen: Was wird da eigentlich verkauft?

Ab-in-den-Urlaub.de, Urlaubs­guru und Co arbeiten jeweils exklusiv mit einem von vier Versicherern zusammen: Hanse Merkur, Ergo Reise­versicherung, BD24 Berlin Direkt oder Allianz Travel / AWP P&C. Das heißt, das Portal versichert nicht, sondern vermittelt lediglich die Versicherungen. Dafür bekommt es von der Versicherung in der Regel eine Provision. Vielen Reisenden ist das gar nicht bewusst. Meist werden verschiedene Pakete angeboten, die sich je nach Portal aus unterschiedlichen Versicherungen zusammensetzen.

Reise­versicherungen auf Urlaub­sportalen im Vergleich

Tarif­vergleich. Unsere große Tabelle zeigt Bewertungen der Stiftung Warentest für Auslands­kranken­versicherungen und Reiser­ücktritts­versicherungen, die auf zehn umsatz­starken Reiseportalen angeboten werden, darunter Expedia.de, Check24 Reise und Opodo. Zwei weitere Tabellen zeigen die Testsieger aus unseren Vergleichen der beiden Versicherungs­arten.

Spartipps. Reisende können sich direkt beim Versicherer besser und güns­tiger versichern. Wir zeigen, wie das geht.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie zudem Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus Finanztest 12/2019.

Was sollte in so einem Reise­versicherungs-Paket drin sein?

Grund­baustein der meisten Pakete ist eine Reiser­ücktritts­versicherung. Sie ist aber eigentlich nur zweitrangig, denn wer keine abschließt, riskiert maximal den Reise­preis. Viel wichtiger ist eine Auslands­kranken­versicherung. Jeder, der regel­mäßig ins Ausland verreist, braucht unbe­dingt eine. Alle anderen Versicherungen sind optional. Bausteine wie eine Reisege­päck­versicherung sind oft sogar über­flüssig und wurden bei unserem Test nicht berück­sichtigt (siehe Kasten unten).

Tipp: Unser aktueller Test zeigt neben den Versicherungs­paketen der Portale auch die besten Tarife, die Sie separat direkt beim Versicherer abschließen können. Hier finden Sie die kompletten Test­ergeb­nisse aus unseren großen Vergleichen der Auslandskrankenversicherungen und Reiserücktrittsversicherungen.

Welche Reise­versicherung brauche ich?

Must-have. Jeder, der ins Ausland reist, braucht eine Auslandskrankenversicherung. Sie über­nimmt Kosten für Arzt­behand­lungen und Rück­trans­porte. Der Schutz der gesetzlichen Krankenkasse reicht nicht. Denn sie leistet nur in Europa und nur das, was einem gesetzlich Versicherten im Reise­land zusteht. Rück­trans­porte zahlt sie gar nicht.

Nice-to-have. Die Reiserücktrittsversicherung erstattet Storno­gebühren, wenn eine Reise aus versicherten Gründen nicht statt­finden kann. Zwingend notwendig ist sie nicht, kann aber bei teuren Reisen viel Ärger und Geld sparen. Der Reise­abbruch sollte inbegriffen sein. Wir empfehlen Tarife ohne Selbst­beteiligung.

Über­flüssig. Alle anderen Reise­versicherungen (etwa Gepäckversicherungen) sind verzicht­bar. Sie haben oft hohe Auflagen und nied­rige Deckungs­summen. Außerdem wird ihr Schutz oft durch andere Versicherungen im Heimatland abge­deckt. Die Tarife von privater Haftpflichtversicherung und Unfallversicherung gelten in der Regel welt­weit.

Alle Infos und Test­ergeb­nisse zum Thema Reise­versicherungen finden Sie auf unserer Themenseite Reiseversicherung.

Was taugt der Versicherungs­schutz, den die Reiseportale anbieten?

Wer ein Versicherungs­paket auf einem Portal abschließt, bekommt mindestens ausreichenden Schutz. Viele Tarife sind sogar gut, einige Auslands­kranken­versicherungen sehr gut. Nur auf einem Portal sind die Tarife maximal befriedigend.

Warum sollte man dort keine Reise­rück­tritts­versicherung abschließen?

Alle getesteten Reise­rück­tritts­versicherungen auf den Portalen haben ein großes gemein­sames Defizit: Die Selbst­beteiligung. Das heißt, selbst wenn die Versicherung bei einem Reiser­ücktritt einspringt, müssen Urlauber trotzdem tief in die Tasche greifen. Meist zahlen sie 20 Prozent der Storno­gebühren selbst. Bei einer Reise, die 1 500 Euro kostet, können das ganze 240 Euro sein (bei 80 Prozent Storno­gebühren vom Reise­preis und 20 Prozent Selbst­beteiligung).

Was ist bei Jahres­verträgen zu beachten?

Bei einigen der getesteten Tarife handelt es sich um Verträge für einzelne Reisen, bei anderen um Jahres­verträge. Wird ein Jahres­vertrag nicht recht­zeitig gekündigt, verlängert er sich auto­matisch um ein weiteres Jahr. Einige Versicherungs­pakete werden im zweiten Jahr sogar deutlich teurer! Reisenden bleibt dann nur: Zähne zusammenbeißen, die Rechnung zahlen und zum nächsten Jahr kündigen. Wer auf einem Reiseportal abschließt, sollte daher unbe­dingt auf die Lauf­zeiten der Verträge achten, das erspart unter Umständen viel Ärger im Folge­jahr.

Was empfiehlt die Stiftung Warentest?

Obwohl Reisende auf den Reiseportalen mindestens das bekommen, was sie unbe­dingt brauchen, empfehlen wir, diese Angebote links liegen zu lassen und direkt beim Versicherer abzu­schließen. Reisende bekommen dort bessere Tarife ohne Selbst­beteiligung und zahlen nur für das, was sie wirk­lich brauchen. In unseren letzten Unter­suchungen zu Reise­versicherungen gab es allein bei der Auslandskrankenversicherung 52 sehr gute Tarife (von 43 Anbietern), während bei der Reiserücktrittsversicherung immerhin 62 Policen (von 15 Anbietern) als gut bewertet wurden. Der Abschluss geht ebenfalls schnell im Internet und macht nur wenig mehr Aufwand.

Was kostet ein sinn­volles Reise­versicherungs-Paket?

Wer beim Versicherer nur das kauft, was er wirk­lich braucht – nämlich eine Auslandskrankenversicherung und bei Bedarf eine Reiserücktrittsversicherung – spart Geld. Familien zahlen bei einer 1500 Euro teuren Reise für beide Policen zusammen nur rund 78 Euro, Singles rund 62 Euro. Wie das geht, zeigt unser Versicherungs­vorschlag, den Sie zusammen mit dem Test frei­schalten können.

Dieser Test wird regel­mäßig aktualisiert. Nutzer­kommentare können sich daher auf einen früheren Stand beziehen. Letzte Aktualisierung: 12. November 2019.

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