Versicherungen Meldung

Das Risiko fährt mit ­ auch in den Urlaub. Versicherungen helfen, es wenigstens finanziell einzudämmen. Doch Vorsicht, wenn Reisepolicen im Paket angeboten werden. Oft enthalten sie Überflüssiges, sind zu teuer und haben zu niedrige Versicherungssummen. Checken Sie deshalb einzeln, welche Policen Sie wirkllich brauchen:

Autourlaub: Sinnvoll ist ein Verkehrsrechtsschutz, denn bei hohen Streitsummen entstehen zunächst hohe Anwaltskosten. Die Police gilt aber nur für Europa und die Mittelmeer-Anliegerstaaten. Auch Unfallversicherungen für die Mitfahrer sind überlegenswert, ebenso eine Kurzzeitvollkasko, weil der Schadenersatz im Ausland oft niedrig ausfällt. Ein Schutzbrief ist nicht unbedingt erforderlich, erspart aber Nerven bei Unfall und Panne. Wichtig: Grüne Karte mitnehmen, auch dorthin, wo sie nicht Vorschrift ist.

Haftpflicht: Unbedingt nötig ist ein Privathaftpflichtvertrag fürs ganze Jahr. Spezielle Reisehaftpflichtpolicen sind dann überflüssig. Für Surfbretter und Boote ist eine separate Police nötig, wenn diese nicht in der Privathaftpflicht mitversichert sind.

Mietwagen: Policen in fremder Sprache sind oft unverständlich, der Leistungsumfang ungewiss. Deshalb bieten sich Mietwagenverträge heimischer Kfz-Versicherer an, die es, teils auch ohne Aufpreis, als Teil der Kfz-Haftpflicht oder der Privathaftpflicht gibt.

Reisegepäckversicherung: Sie ist nicht notwendig. Es gibt viele Ausschlüsse im klein Gedruckten. Außerdem ist Einbruch ins Ferienhaus oder ins Hotelzimmer im Außenschutz der Hausratversicherung enthalten.

Reisekrankenschutz: Unbedingt erforderlich. Die Kassen zahlen zwar innerhalb der EU die Behandlungskosten, nicht jedoch einen medizinisch notwendigen Rücktransport, der Zigtausend Mark kosten kann. Verträge gibts nicht bei der Kasse, sondern bei privaten Versicherern. Tipp: Jahresvertrag abschließen, der gilt für mehrere Reisen. Wer nicht bei der Kasse, sondern privat versichert ist, sollte den Krankenrücktransport im Vertrag integriert haben.

Reiserücktritt: Sie ist sinnvoll bei teuren Reisen. Meist umfasst der Vertrag die kompletten Stornokosten, abzüglich den Selbstbehalt von meist 50 Mark. Am günstigsten ist die Quelle-Versicherung.

Unfallversicherung: Generell ist eine Berufsunfähigkeitspolice fürs ganze Jahr die bessere Wahl. Der reine Unfallschutz macht am ehesten Sinn für nicht Berufstätige und Kinder, ebenso für jugendliche Tramper. Jahresverträge sind oft kaum teurer als Kurzzeitpolicen.

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