Versicherungen

Versicherungen : Fallen umgehen

Inhalt

Haftpflicht. Erkennen Sie Ihre Verantwortung für einen Schaden nicht ohne Zustimmung des Versicherers an. Sonst gefährden Sie den Schutz.

Hausrat. Bewahren Sie Kaufbelege wertvoller Gegenstände auf. Melden Sie es, wenn Sie Haus oder Wohnung für mehr als zwei Monate verlassen oder ein Baugerüst vor dem Gebäude steht. Reichen Sie nach einem Einbruch eine Liste der vermissten Gegenstände auch bei der Polizei ein und sperren Sie gestohlene Kreditkarten und Sparbücher.

Unfall. Die Versicherung zahlt nur, wenn der Unfall die Kriterien der „PAUKE“ erfüllt hat: ein Ereignis muss plötzlich, von außen, unfreiwillig auf den Körper eingewirkt haben – etwa, wenn ein Mensch über einen Gegenstand stolpert. Wer nur mit dem Fuß umknickt, hat keinen Unfall erlitten. Unfälle durch Trunkenheit sind meist ausgeschlossen.

Berufsunfähigkeit. Nennen Sie im Antragsformular alle Ihre Ihnen bekannten Krankheiten. Sonst behauptet der Versicherer womöglich, „arglistig“ getäuscht worden zu sein.

Rechtsschutz. Die Versicherung zahlt in der Regel nur, wenn die Klage Aussicht auf Erfolg hat. Für Streitigkeiten, die vor dem Abschluss der Versicherung entstanden sind, gibt es keinen Rechtsschutz.

Auto. Kein Alkohol am Steuer. Bei höheren Promillewerten darf die Kaskoversicherung die Leistung schlimmstenfalls vollständig streichen. Die Haftpflicht kann von dem Kunden bis zu 5 000 Euro verlangen.

Kranken. Egal, ob gesetzlich oder privat: Eine Krankenversicherung ist unverzichtbar. Zahlen Sie die Beiträge immer rechtzeitig. Wenn Sie mit zwei Monatsbeiträgen zurückliegen, kann die Leistung nach einer Mahnung eingefroren werden. Dann sind Sie nur in Notfällen geschützt.

Mehr zum Thema

  • Versicherungen Welche Versicherungen Sie brauchen

    - Welche Versicherungen wichtig sind, hängt von Ihrer Lebens­situation ab. Hier lesen Sie, worauf es ankommt – und wie Sie durch Aussortieren sparen können.

  • Reise­rücktritts­versicherung Vergleich Klug absichern – auch bei Corona-Ausfällen

    - Wer eine Reise wegen Krankheit kurz­fristig absagt, zahlt oft hohe Storno­kosten. Reise­rück­tritts­versicherungen kommen dafür auf – bei Covid-19 meist einge­schränkt.

  • Kfz-Versicherungs­vergleich Tarife für Sie – günstig und leistungs­stark

    - Voll­kasko, Teilkasko, Kfz-Haft­pflicht: Der Kfz-Versicherungs­vergleich der Stiftung Warentest zeigt die güns­tigsten Angebote. Tarife vergleichen, wechseln, Geld sparen!

2 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 05.02.2015 um 14:41 Uhr
Versicherungsombudsmann

@Maryan: Wenn Sie sich an die BaFin mit einer Beschwerde wenden, prüft diese "nur" ob der Versicherer gegen das Aufsichtsrecht verstoßen hat. Versicherte bekommen über die BaFin weder eine individuelle Beratung, noch eine außergerichtliche Streitschlichtung. Zur individuellen Beratung wenden Sie sich an Ihre Verbraucherberatungsstelle (www.verbraucherzentrale.de) oder an einen Fachanwalt für das Versicherungsrecht. Viele Versicherer (darunter auch einige öffentliche Versicherer) nehmen am Ombudsverfahren des Versicherungsombudsmannes teil. Wenn Ihr Versicherer zu den Mitglieder gehört (www.versicherungsombudsmann.de) können Sie mit einer Beschwerde beim Ombudsmann den Weg einer außergerichtlichen Streitschlichtung beschreiten. Wie das funktioniert wird auf der Website des Ombudsmannes dargestellt. (maa)

Maryan am 04.02.2015 um 15:49 Uhr
Kein Verbraucherschutz

Als Versicherte einer Versicherung der Anstalt des öffentlichen Rechts erhalte ich keinen Verbraucherschutz.
Meine Bitte um Verbraucher-Schutz musste die Bafin an die Versicherungs-Aufsicht weiterreichen.
Der Beamte der Versicherungs-Aufsicht hat nur die Möglichkeit, die Versicherung zu der Beschwerde zu befragen - und wenn in deren Antwort keine versicherungsrechtlichen Fehler zu erkennen sind, muss er die Beschwerde zurückweisen.
So hat er mit der Zurückweisung meiner Beschwerde, dann den Grund für meine Beschwerde - die technisch nicht mögliche Leckage-Ortung - zu einer staatlich bestätigten Leckage-Ortung gemacht! Er hatte so eine neue - juristisch relevante - Realität erschaffen, obwohl er keine Möglichkeit hatte, das falsche Gutachten zu kontrollieren!
Eine ganz dringende Bitte an Stiftung Warentest, einmal die Erfahrungen der Versicherten mit dem Verhalten der Versicherungen, der Anstallt des öffentlichen Rechts, zusammen zu tragen.
Maryan