Versicherungen : Fallen umgehen

Haftpflicht. Erkennen Sie Ihre Verantwortung für einen Schaden nicht ohne Zustimmung des Versicherers an. Sonst gefährden Sie den Schutz.

Hausrat. Bewahren Sie Kaufbelege wertvoller Gegenstände auf. Melden Sie es, wenn Sie Haus oder Wohnung für mehr als zwei Monate verlassen oder ein Baugerüst vor dem Gebäude steht. Reichen Sie nach einem Einbruch eine Liste der vermissten Gegenstände auch bei der Polizei ein und sperren Sie gestohlene Kreditkarten und Sparbücher.

Unfall. Die Versicherung zahlt nur, wenn der Unfall die Kriterien der „PAUKE“ erfüllt hat: ein Ereignis muss plötzlich, von außen, unfreiwillig auf den Körper eingewirkt haben – etwa, wenn ein Mensch über einen Gegenstand stolpert. Wer nur mit dem Fuß umknickt, hat keinen Unfall erlitten. Unfälle durch Trunkenheit sind meist ausgeschlossen.

Berufsunfähigkeit. Nennen Sie im Antragsformular alle Ihre Ihnen bekannten Krankheiten. Sonst behauptet der Versicherer womöglich, „arglistig“ getäuscht worden zu sein.

Rechtsschutz. Die Versicherung zahlt in der Regel nur, wenn die Klage Aussicht auf Erfolg hat. Für Streitigkeiten, die vor dem Abschluss der Versicherung entstanden sind, gibt es keinen Rechtsschutz.

Auto. Kein Alkohol am Steuer. Bei höheren Promillewerten darf die Kaskoversicherung die Leistung schlimmstenfalls vollständig streichen. Die Haftpflicht kann von dem Kunden bis zu 5 000 Euro verlangen.

Kranken. Egal, ob gesetzlich oder privat: Eine Krankenversicherung ist unverzichtbar. Zahlen Sie die Beiträge immer rechtzeitig. Wenn Sie mit zwei Monatsbeiträgen zurückliegen, kann die Leistung nach einer Mahnung eingefroren werden. Dann sind Sie nur in Notfällen geschützt.

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