Versicherungen

Diese Policen sind sinn­voll im Renten­alter

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Versicherungen - Welche Versicherungen Sie brauchen
Unternehmungs­lustig. Welche Versicherung Rentne­rinnen und Rentner brauchen, hängt auch von der individuellen Lebens­situation ab. © Stiftung Warentest / René Reichelt

Manche Versicherungen benötigen Senioren nicht mehr. Einsparungen sind oft bei der Auto- und Auslands­reise-Kranken­versicherung durch einen Tarifwechsel möglich.

Jähr­lich die Auto­versicherung prüfen

Generell gilt: Ein Preis­vergleich in der Auto­versicherung lohnt sich jedes Jahr – für Jung und Alt. Versicherer bieten häufig Sonder­angebote für Neukunden an. Ein 65-Jähriger Rentner aus Potsdam mit einem Opel Cross­land X kann rund 490 Euro im Jahr sparen, wenn er von einem teuren in einen güns­tigen Tarif wechselt.

Alter beein­flusst Tarifbeitrag in der Auto­versicherung

Der Tarifbeitrag wird auch durch das Alter beein­flusst. Senio­rinnen und Senioren gelten als Risiko­kunden – auch wenn sie ein Leben lang unfall­frei gefahren sind. Ein Beispiel: Der 65-Jährige, der im güns­tigen Tarif bei der Huk24 rund 367 Euro jähr­lich für die Haft­pflicht plus Voll­kasko zahlt, müsste im gleichen Tarif bei der Huk24 als 71-Jähriger rund 449 Euro hinlegen. Das sind 82 Euro mehr im Jahr. Achtung: Während in der Kfz-Haft­pflicht Annahme­zwang herrscht, gibt es in der Kasko­versicherung auch alters­abhängige Angebote. Beispiels­weise bietet Versicherer ÖSA einen seiner Tarife nur Kunden zwischen 23 und 64 Jahren an. Eine Spar­möglich­keit gibt es mitunter bei der Kilo­meter­leistung. Fällt der Weg zur Arbeit weg, sollten Kunden die geringere Jahres­kilometerleistung dem Versicherer melden.

Spar­potenzial beim Reise­schutz

Beim Auslandsreisekrankenschutz sind Alters­zuschläge für Menschen ab 65 oder 70 üblich. Ein Paar, das im Alter von 54 Jahren für eine Familien­police rund 47 Euro jähr­lich beim Testsieger Vigo im jüngsten Test zahlt, muss ab 75 Jahren rund 133 Euro jähr­lich zahlen. Es lohnt sich, Tarife zu vergleichen und in einen güns­tigeren Tarif zu wechseln. Oft ist es für ein Rentner­paar günstig, zwei Einzel­verträge abzu­schließen. Am güns­tigsten ist der Versicherer Debeka. Unabhängig vom Alter zahlen Versicherte 8 Euro im Jahr, damit zahlt ein Paar 16 Euro für den Reise­schutz.

Unser Rat

Auf Alters­zuschläge achten. Rentner werden manchmal stärker zur Kasse gebeten als Jüngere, etwa in der Auslandsreise-Krankenversicherung. Achten Sie auf Alters­zuschläge. Zahlen Sie zu viel, sollten Sie wechseln.

Auto­versicherung. In der Autoversicherung können Sie jähr­lich Geld sparen, wenn Sie zu einem güns­tigeren Versicherer oder beim gleichen Versicherer in einen güns­tigeren Tarif wechseln.

Früh genug vorsorgen. Eine Pflegetagegeldversicherung sollten Sie in jungen Jahren abschließen. Bei Vorerkrankungen können Versicherer den Abschluss verweigern oder Beitrags­zuschläge verlangen.

Die Krankenkasse wechseln

Gesetzlich Kranken­versicherte können bei einem Krankenkassenwechsel sparen. Zum Jahres­beginn 2022 haben 8 Kassen ihren Beitrag gesenkt, 14 Kassen erhöht. Ob im Renten­alter oder nicht: Ein Wechsel der Krankenkasse ist einfach. Voraus­setzung ist, mindestens zwölf Monate lang Mitglied in einer Kasse gewesen zu sein.

Pfleg­etagegeld­schutz sinn­voll

Schnell noch eine Pflegetagegeldversicherung abschließen, um das Pflege­kostenrisiko abzu­sichern? Ein Höchst­eintritts­alter gibt es nicht. Allerdings gilt: je älter, umso teurer der Einstiegs­beitrag. 55-Jährige bekommen ab 87 Euro monatlich einen guten Vertrag, das zeigt unser Test aus dem Jahr 2020. Bei Vorerkrankungen kann der Versicherer den Vertrags­schluss ablehnen.

Zähne zusätzlich versichern

Manche über­legen, im Renten­alter noch eine Zahnzusatzversicherung abzu­schließen, um Kosten für höher­wertigen Zahn­ersatz wie Krone, Inlay oder Implantat abzu­federn.

Die gute Nach­richt ist, dass es für den Schutz keine Alters­grenze gibt. Ein 70-Jähriger bekommt nach einer Finanztest-Berechnung einen sehr guten Tarif ab 30 Euro monatlich. Erstattungen für Zahn­schäden, die bei Vertrags­schluss bereits da sind, sind allerdings ausgeschlossen.

Fahr­dienst und Essens­lieferung nach Unfall

Wer im Renten­alter weit­gehend auf sich alleine gestellt ist, sollte eine sogenannte Senioren-Unfallversicherung in Betracht ziehen. Sie bietet nach einem Unfall Unterstüt­zungs­leistungen im Alltag an, etwa die Lieferung warmer Mahl­zeiten, Pflege, Begleitung zu Arzt­besuchen oder eine Haus­halts­hilfe. Der Versicherer organisiert diese Hilfen. Es gibt Angebote, die zu einer bestehenden Unfall­versicherung oder separat gebucht werden. Die Leistungen sind in der Regel auf einen Zeitraum von sechs Monaten begrenzt. Einige Versicherer leisten auch oder teil­weise nach einem Oberschenkelhals­bruch, Herz­infarkt, Schlag­anfall oder Zuckerschock. Manche Angebote sehen ein Höchst­eintritts­alter von 74 Jahren vor.

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18 Kommentare Diskutieren Sie mit

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hansen75 am 20.10.2022 um 10:42 Uhr
Hohe KfZ-Beiträge für ältere Autofahrer Einwand

Sie haben Recht das man die Versicherung auf jemand jüngeres Übertragen kann,
es geht auch einfacher: Gute Unternehmen bieten "Pauschaltarife" an, da sollte man sich mit dem Makler/Vertreter seines Vertrauens zusammen setzten, Nicht mit der VZ ! Die Kollegen haften auch für Ihre Beratung. Was die Prämie/den Beitrag wirklich hoch jagt ist der Nutzer, nicht der VN und da gehts ums Geburtsjahr.
Zu mir : bin Mehrfachvertreter sowie Einfirmenvertreter

thomas_muc am 19.10.2022 um 18:19 Uhr
Haftpflichtversicherung

Zur Haftpflichtversicherung und Schäden durch Kinder sollte m.E. unbedingt darauf geachtet werden, dass duese nicht den Passus „sofern keine andere Versicherung eintritt“. Unser Sohn hat mal ein Auto leicht zerkratzt (3 Jahre alt), das vollkaskoversichert war und somit hat die immer so gut getestete Huk (mit grünen Haken in den Testberichten bei Schäden durch Deliktunfähigkeit) nicht gezahlt. Haben dann die Haftpflicht gewechselt zu einer ohne dieser Einschränkung…

Profilbild Stiftung_Warentest am 24.02.2022 um 18:31 Uhr
Hohe KfZ-Beiträge für ältere Autofahrer/innen

@1851135769: Vielen Dank für Ihre Ergänzungen, die wir an die Redaktion weiterleiten. Zu den hohen KFZ-Prämien Älterer berichteten wir in Finanztest und gaben dort auch Spartipps
https://www.test.de/Autoversicherung-wie-aeltere-Fahrer-zur-Kasse-gebeten-werden-4964853-0/

1851135769 am 24.02.2022 um 17:28 Uhr
Hohe KfZ-Beiträge für ältere Autofahrer/innen


Im Rentenalter: Prüfen, wechseln, sparen Jährlich die Autoversicherung prüfen
Ein großes Einsparpotenzial für ältere Autofahrer bzw.
KfZ-Versicherungsnehmer habe ich in Ihrem Artikel vermisst.
Auch wenn ihre Kunden bis zum Rentenalter unfallfrei unterwegs waren, erhöhen die Versicherer die Beiträge ab einem bestimmten Alter nicht unwesentlich.
Begründung ist nicht die Zahl der Unfälle, sondern die Höhe der Schäden.
Mein Tipp: Den Versicherungsvertrag auf ein Kind (beim selben
Versicherer) übertragen. Das spart altersbedingt einen gehörigen Batzen Euros. PkW und Brief bleiben wie bisher beim Senior, auch die Abbuchung kann wie bisher vom Konto des Halters erfolgen. Nur die Jahresrechnung läuft beim Junior ein. Der wiederum hat keinerlei Nachteile.

Profilbild Stiftung_Warentest am 20.08.2021 um 17:06 Uhr
Wegfall der Überschussbeteiligung

@cyperuser: Der Wegfall der Beitragsreduzierung aufgrund der Beitragsverrechnung mit angefallen Überschüssen stellt kein Recht zur außerordentlichen Kündigung dar.