Wichtige Versicherungen für Senioren

Versicherungen Test

Das Arbeits­leben ist vorbei, die Kinder sind aus dem Haus: Manche Versicherung wird über­flüssig, andere Policen sind weiterhin wichtig. Bei manchen Versicherungen lohnt es sich, regel­mäßig Preise zu vergleichen. Bei der Auto­versicherung und Auslands­reisekranken­versicherung etwa heben viele Versicherer die Beiträge im Alter an. test.de erklärt, worauf es ankommt.

Privathaft­pflicht­versicherung

Wer anderen einen Schaden zufügt, haftet dafür in unbe­grenzter Höhe. Deshalb ist eine der private Haft­pflicht­schutz ein Muss. Der Versicherer zahlt, wenn Versicherte Schaden­ersatz zahlen müssen. Außerdem verteidigen sie ihn gegen unbe­rechtigte Forderungen. In manchen Tarifen bietet der Versicherer sogar Schutz, wo eigentlich gar kein Haftungs­risiko besteht:

Gefäl­ligkeiten. Auch für Miss­geschicke bei Gefäl­ligkeiten oder für Schäden an geliehenen Sachen muss normaler­weise niemand zahlen, wenn er etwas kaputt macht. Viele sehen sich aber dennoch in der Pflicht. Ihnen helfen Versicherungen, die auch in solchen Fällen zahlen. Das ist – anders als noch vor wenigen Jahren – inzwischen die Mehr­zahl der Anbieter.

Forderungs­ausfall. Selten, aber im Ernst­fall ebenfalls die Rettung vor dem Ruin: die so genannte Forderungs­ausfall-Deckung. Die Versicherung zahlt, wenn der Versicherte selbst einen Schaden erleidet und es ihm nicht gelingt, vom Verantwort­lichen Schaden­ersatz zu bekommen.

Tipp: In einem Special Privathaftpflichtschutz beant­wortet test.de wichtige Fragen rund um diese Versicherung. Güns­tige Tarife für eine private Haft­pflicht­versicherung ermittelt Ihnen die Stiftung Warentest mit der individuellen Analyse Private Haftpflichtversicherung.

Augen auf bei Auslands­reisekranken­versicherungen

Um auch auf ihren Reisen ins Ausland gut versichert zu sein, benötigen gesetzlich kranken­versicherte Senioren eine Auslands­reise-Kranken­versicherung. Wer häufiger verreist, für den ist ein Jahres­vertrag empfehlens­wert. Damit sind beliebig viele Reisen im Jahr oft bis zu jeweils 45 oder 60 Tagen am Stück – je nach Tarif – versichert. Der Schutz verlängert sich auto­matisch um ein weiteres Jahr, sofern Versicherte nicht kündigen. Für Senioren lohnt es sich, zu prüfen, ob sie noch günstig versichert sind. Viele Versicherer erhöhen die Beiträge deutlich, wenn Versicherte ins Senioren­alter kommen. Die Alters­grenze liegt oft bei 65 oder 70 Jahren. Zum Teil zahlen Senioren dann mehr als das Fünf­fache des Stan­dard­tarifs. Statt 11 Euro Jahres­beitrag kostet der Schutz dann zum Beispiel 60 Euro. Andere Versicherer erhöhen nicht so stark, setzen die Alters­grenze jedoch weit unter das typische Senioren­alter auf zum Beispiel 50 Jahre. In unseren FAQ Reiseversicherung beant­wortet test.de wichtige Fragen rund um das Thema Reise­versicherungen.

Tipp: Wir bieten Ihnen auf test.de einen Test Auslandsreisekrankenversicherungen. Wer länger als sechs bis acht Wochen im Ausland unterwegs ist, benötigt eine Auslands-Kranken­versicherung mit Lang­zeit­schutz (zum Test Auslandsreisekrankenversicherungen lange Reisen).

Senioren zahlen bei der Auto­versicherung oft drauf

Bei der Kfz-Versicherung gilt: Je älter der Kunde, desto teurer die Versicherung. In einer Unter­suchung vom Januar 2016 hat Finanztest fest­gestellt, dass ab etwa dem 60. Geburts­tag Kunden mehr für den Schutz zahlen. Teil­weise zahlt ein 80-Jähriger bis zu 76 Prozent mehr als ein Fahrer mit 55. Für Senioren lohnt es sich oft, Preise zu vergleichen und die Auto­versicherung zu wechseln. Mit der Umstellung des Vertrags auf einen jüngeren Fahrer, etwa den Ehe- oder Lebens­partner, können manche zusätzlich sparen. Mehr Informationen im Special Wie Ältere zur Kasse gebeten werden.

Unfall­versicherung: Weniger Auswahl, höhere Preise, geringere Leistung

Unfall­versicherer behandeln ältere Kunden schlecht. Ab dem 75. Geburts­tag bekommen Senioren kaum noch einen Vertrag zu gleich guten Konditionen wie jüngere Kunden. Manche Versicherer werfen ältere Kunden aus laufenden Verträgen heraus. Viele Versicherer bieten ab dem 75. Lebens­jahr die Fortführung des Vertrages nur unter schlechteren Bedingungen an. Die Leistung wird gekürzt oder die Beiträge erhöhen sich, manchmal sogar beides. Manche Versicherer beenden den Vertrag auch ganz, sobald der Kunde ein bestimmtes Alter erreicht hat. Ältere Kunden sollten darauf achten, ob in den Versicherungs­bedingungen ein Endalter fest­gelegt ist, mit dem der Vertrag auto­matisch ausläuft. Auch wenn ein Vertrags­ende nicht ausdrück­lich fest­geschrieben ist, ist das noch keine Garantie, einen guten Vertrag behalten zu dürfen. Unfall­versicherer können ihren Kunden zum Ende jedes Versicherungs­jahrs ordentlich kündigen. Etliche Versicherer versuchen, ältere Menschen zum Abschluss spezieller Senioren­tarife zu bewegen. Diese bieten bei höherem Beitrag relativ geringe Invaliditäts­leistungen. Dafür enthalten sie Hilfe­leistungen wie Putz- und Pflege­dienste in der ersten Zeit nach dem Unfall. Mehr Informationen hierzu finden Sie in unserem Test Seniorenunfallversicherung.

Persönlicher Versicherung­scheck: einfach und bequem

Bin ich gut versichert? Habe ich zu viele Policen oder zu wenige – und sind es die richtigen? Mit dem inter­aktiven kostenlosen Versicherungscheck der Stiftung Warentest erfahren Senioren in wenigen Schritten, welche Versicherung sie wirk­lich brauchen, wie gut ihr aktueller Versicherungs­schutz ist und wie sie Geld sparen können.

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