Versicherungen

Wichtige Versicherungen für die Familie

03.06.2021
Versicherungen - So versichern Sie sich richtig – und sparen
© plainpicture / M. Forster

Mit Kindern wächst der Versicherungs­bedarf. Besonders wichtig sind Vorsorge für den Todes­fall und Berufs­unfähigkeits­schutz. Familien sollten Prioritäten setzen und zunächst unüber­schaubare finanzielle Risiken absichern. test.de erklärt, worauf es ankommt.

Inhalt

Risiko­lebens­versicherung – Schutz für den Todes­fall

Mit einer Risiko­lebens­versicherung sichern sich Familien finanziell für den Fall ab, dass ein Partner stirbt und sein Einkommen wegfällt. Eine ausreichend hohe Versicherungs­summe hilft dann, die Betreuung und Ausbildung der Kinder sowie eventuell laufende Kredite für die eigene Immobilie weiter zu zahlen.

Die Police gibt es in verschiedenen Varianten. Eine Person kann ihren Todes­fall absichern, beispiels­weise der Haupt­verdiener, oder Paare schließen eine verbundene Risiko­lebens­versicherung ab (kurz: „verbundene Leben“). Im zweiten Fall zahlt der Versicherer die Versicherungs­summe nur einmal, wenn eine Person verstirbt.

Ab etwa 600 Euro Jahres­beitrag bekommt man güns­tigen Schutz für eine „verbundene Leben“ und eine Versicherungs­summe von 250 000 Euro, wenn beide Partner 35 Jahre alt sind. Eine Risiko­lebens­versicherung ist nicht nur für Ehepaare, sondern auch für Unver­heiratete und Allein­erziehende sinn­voll. Güns­tige Tarife ermittelt Ihnen die Stiftung Warentest mit dem Vergleich Risikolebensversicherung: Wichtiger Schutz für Familien.

Wichtiger Berufs­unfähigkeits­schutz

Wer von seinem Einkommen lebt, sollte dafür sorgen, dass ausreichend Geld da ist, wenn er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage ist, dauer­haft seinen Beruf auszuüben.

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung lässt sich dieses Risiko versichern. Denn im Fall einer dauer­haften Invalidität, zum Beispiel wegen eines kaputten Rückens oder psychischer Leiden, zahlt die gesetzliche Renten­versicherung zwar eine Erwerbsminderungsrente, doch diese reicht kaum aus, um den Lebens­unterhalt zu bestreiten.

Die Policen können teil­weise auch schon für Kinder und Jugend­liche abge­schlossen werden. Vorteil: Später hinzugekommene Gesund­heits­risiken spielen beim Abschluss noch keine Rolle, ebenso wenig wie die spätere Berufs­wahl. Mit manchen Berufen wie Musikerin oder Dach­decker ist es schwierig bis unmöglich, einen guten Vertrag zu bekommen.

Privathaft­pflicht­schutz optimieren

Erst klein, dann groß – das soll auf sicherem Weg klappen. Familien mit kleinen Kindern benötigen eine Privathaftpflichtpolice, die auch zahlt, wenn Kinder unter sieben Jahren einen Schaden anrichten.

Die Haft­pflicht­versicherung zahlt in vielen Tarifen bei durch eigene Kinder verursachten Schäden erst ab einem Alter von sieben Jahren, im Straßenverkehr sogar erst ab zehn Jahren. Bis zu diesem Alter sind Kinder „delikt­unfähig“ und die Eltern haften nicht. Der Versicherer springt erst ein, wenn Eltern ihre Aufsichts­pflicht verletzt haben. Fährt das Kleinkind mit dem Laufrad gegen das Auto des Nach­barn und verursacht einen Lack­schaden, bliebe der Nach­bar darauf sitzen, wenn der Versicherer nicht zahlt.

Sehr guten Familien­schutz gibt es schon für 65 Euro jähr­lich. In unseren FAQ Haftpflichtversicherung beant­worten die Versicherungs­experten der Stiftung Warentest wichtige Fragen rund um den Privathaft­pflicht­schutz. Güns­tige Tarife für eine private Haft­pflicht­versicherung ermittelt unser individueller Vergleich Private Haftpflichtversicherung.

Invaliditäts­schutz für Kinder

„Was ist, wenn meinem Kind etwas zustößt?“, fragen sich Eltern oft. Mit einer privaten Kinder­invaliditäts­versicherung können sie dafür sorgen, dass Geld zur Verfügung steht, falls ihr Kind schwerbehindert werden sollte. Ob dann eine Krankheit oder ein Unfall die Ursache ist, spielt keine Rolle. Unfälle sind nämlich äußerst selten die Ursache für einen bleibenden Gesund­heits­schaden.

Dagegen werden drei von fünf schwerbehinderten Kindern durch eine Krankheit behindert. Dann können schwere Belastungen auf die Eltern zukommen – auch in finanzieller Hinsicht. Zusatz­kosten, etwa für Betreuung oder Umbaumaß­nahmen, über­nehmen die öffent­lichen Träger nur zum Teil. Und wenn die Behin­derung des Kindes eine Erwerbs­tätig­keit für immer unmöglich macht, muss es als Erwachsener mit einer kleinen staatlichen Grund­ausstattung leben.

Eine private Kinder­invaliditäts­versicherung zahlt nicht nur bei Unfall sondern vor allem auch nach einer Krankheit lebens­lang eine monatliche Rente oder einmalig eine hohe Summe. Guten Kinder­invaliditäts­schutz gibt es ab rund 350 Euro im Jahr (Vergleich Kinderinvaliditätsversicherung).

Pflege­zusatz­versicherung nicht erste Priorität

Eine private Pflegetagegeldversicherung hilft, im Alter finanziell unabhängig zu bleiben. Die gesetzlichen Leistungen durch die gesetzliche Pflegeversicherung reichen oft nicht aus. Eine solche Police ist aber nur für Leute sinn­voll, die sich die hohen und in Zukunft weiter steigenden Beiträge auch dauer­haft leisten können. Wer kündigen muss, verliert alles einge­zahlte Geld und hat keinen Versicherungs­schutz mehr.

Junge Familien sollten sich daher zuerst um alle anderen wichtigen Versicherungen und um die Alters­vorsorge kümmern. Alle Fragen rund um die Pflege­versicherung beant­worten wir in unseren FAQ Pflegeversicherung. Umfassende Informationen rund um das Thema Pflege und Versicherungen finden Sie auf unseren Themen­seiten Pflegeversicherung und Pflege von Angehörigen.

Wie unver­heiratete Paare bei Versicherungen sparen können

Wenn zwei Partner zusammenziehen, gibt es eine Menge doppelt: Wasser­kocher, Fernseher und oft auch Versicherungs­verträge. Ein Versicherung­scheck hilft: Welche Verträge brauchen sie über­haupt? Bei welchen Policen kann ein Paar sparen, weil es eine von zwei Versicherungen kündigen kann? Welche Versicherung braucht jeder individuell? test.de informiert Sie im Special Wie Unverheiratete sparen können.

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