Wichtige und unwichtige Versicherungen

Für einen optimalen Versicherungs­schutz reichen meist wenige Policen aus. Wirk­lich wichtig ist die Absicherung vor Risiken, die existenz­bedrohend sind. Diese Über­sicht zeigt Ihnen, welcher Versicherungs­schutz zwingend notwendig ist und auf welche Police Sie ruhigen Gewissens verzichten können. Zudem sollte jeder seinen Versicherungs­schutz gelegentlich über­prüfen, da sich der Bedarf mit dem Beginn einer neuen Lebens­phase (Heirat, Geburt von Kindern) oft ändert.

Versicherungs­art

Bedarf

Test in Finanztest

Auto

Kfz-Haft­pflicht­versicherung

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Für jeden Kfz-Halter Pflicht.

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Voll­kasko­versicherung

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Für Besitzer neuer Fahr­zeuge.

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Teilkasko­versicherung

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Für höher­wertige ältere Autos. Oft werden die Versicherungs­beiträge aber im Verhältnis zum Rest­wert des Autos nach einigen Jahren zu teuer.

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Verkehrs­recht­schutz

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Für jeden Kfz-Halter / Auto­fahrer.

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Insassen­unfall­versicherung

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Diese Versicherung braucht niemand. Mitfahrende sind über die Kfz-Haft­pflicht­versicherung des Fahrers versichert, der Fahrer besser über eine Berufs­unfähigkeits- oder Unfall­versicherung.

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Auto­schutz­brief

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Keine Abdeckung existenzieller Schäden. Häufig in Kfz-Versicherung integriert.

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Beruf und Leben

Privathaft­pflicht­versicherung

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Braucht jeder. Unver­heiratete Kinder sind in der Regel bis zum Ende ihrer Ausbildung über den Vertrag der Eltern mitversichert.

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Berufs­unfähigkeits­versicherung

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Für jeden, der von seinem Arbeits­einkommen lebt.

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Erwerbs­unfähigkeits­versicherung

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Für alle, die aus Kostengründen keine Berufs­unfähigkeits­versicherung abschließen können oder wegen ihres hohen Risikos keine bekommen.

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Risiko­lebens­versicherung

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Für alle, die für andere Personen sorgen.

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Kinder­invaliditäts­versicherung

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Für Kinder und Jugend­liche bis zum Ende ihrer Ausbildung. Anschließend Berufs­unfähigkeits­schutz sichern.

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Unfall­versicherung

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Für Kinder und Jugend­liche, sofern sie keine Kinder­invaliditäts­versicherung haben, sowie für Erwachsene, wenn sie weder eine Berufs- noch eine Erwerbs­unfähigkeits­versicherung bekommen.

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Senioren­unfall-Versicherung

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Für allein lebende Senioren, wenn sie niemanden haben, der sich nach einem Unfall um sie kümmern kann.

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Rechts­schutz­versicherung
(Verkehrs­rechts­schutz, siehe oben)

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Je nach Rechts­schutz­paket für Selbst­ständige, Angestellte, Mieter, Privatleute. Gewerk­schaften (Arbeits­recht) oder Vereine (Mietrecht) bieten für spezielle Probleme oft preis­werteren Rechts­schutz als die Versicherer.

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Tierhalterhaft­pflicht­versicherung

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Für Hundehalter oder Pferde­besitzer.

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Ster­begeld­versicherung

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Für die meisten zu teuer. Besser anders für die Beerdigung sparen

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Ausbildung und Alters­vorsorge

Riester-Rente

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Als Alters­vorsorge empfehlens­wert für alle Arbeitnehmer und deren Ehepartner.

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Private Renten­versicherung

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Für alle, die eine garan­tierte, lebens­lange Rente wünschen. Steuerlich interes­sant.

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Rürup-Rente

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Für Selbst­ständige, die Wert auf eine lebens­lange Rente legen. Steuerlich interes­sant, aber nicht vererbbar, beleih­bar, veräußer­bar oder kapitalisier­bar.

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Fonds­gebundene Renten­versicherung

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Unflexibel und Kosten oft hoch. Kann aber für Gutverdiener steuerlich interes­sant sein.

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Fonds­gebundene Lebens­versicherung

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Unflexibel und Kosten oft hoch. Auch steuerlich gibt es nur wenige Vorteile.

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Kapital­lebens­versicherung

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Kommt nur für Selbst­ständige infrage, die den Sparerfrei­betrag schon über­schritten haben und nur einen geringen Todes­fall­schutz benötigen. Als reiner Todes­fall­schutz nicht sinn­voll. Als reine Spar­anlage auch nicht sinn­voll.

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Ausbildungs­versicherung

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Als Sparform für die Ausbildung der Kinder nicht sinn­voll.

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Krankheit und Pflegebedürftig­keit

Gesetzliche Kranken- und Pflege­versicherung

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Für jeden Pflicht, sofern er sich nicht privat kranken­versichern kann oder einen anderen Anspruch auf Absicherung im Krank­heits­fall hat. Kinder sind beitrags­frei mitversichert.

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Private Krankenvoll­versicherung und Pfle­gepflicht­versicherung

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Für Beamte, weil für sie die Privatversicherung meist güns­tiger ist als die gesetzliche. Für andere Versicherungs­freien über­legens­wert, wenn sie bessere Leistungen als die der gesetzlichen Krankenkasse wünschen und bereit sind, dies lang­fristig teuer zu bezahlen.

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Auslands­reise-
Kranken­versicherung

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Für alle Kassenpatienten sowie für Privat­versicherte, wenn die Kosten­über­nahme für medizi­nisch sinn­volle und vertret­bare Rück­trans­porte aus dem Ausland fehlt.

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Kranken­tagegeld­versicherung
(Zusatz­versicherung)

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Für gesetzlich versicherte Selbst­ständige und Angestellte mit hohem Einkommen ober­halb der Beitrags­bemessungs­grenze. Angestellte sollten die Zahlung erst ab Ende der Lohn­fortzahlung vereinbaren.

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Stationäre Zusatz­versicherung

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Für gesetzlich Kranken­versicherte, die im Kranken­haus Chef­arzt­behand­lung und ein Ein- oder Zweibett­zimmer wünschen.

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Pflege­zusatz­versicherung

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Für jeden, um die Leistungen der Pflege­versicherung aufzusto­cken.

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Zahn­zusatz­versicherung

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Für gesetzlich Kranken­versicherte, die eine höher­wertige Zahn­versorgung wünschen, als die Kassen bieten.

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Kranken­haus­tagegeld-Versicherung

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Braucht niemand. Verdienst­ausfall durch Kranken­haus­auf­enthalt ist bereits durch das Kranken­geld der Kasse oder durch eine private Kranken­tagegeld­versicherung abge­deckt.

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Reise

Reiser­ücktritts­versicherung

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Bei teuren Pauschalr­eisen, vor allem mit kleinen Kindern.

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Reisege­päck­versicherung

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Meist lohnt sich der Abschluss nicht. Außerdem ist Reisege­päck auch über die Hausrat­versicherung und zum Teil über den Reise­ver­anstalter abge­deckt.

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Haus und Wohnung

Bauherrenhaft­pflicht

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Für Bauherren.

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Gewässerschadenhaft­pflicht

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Für Öltank­besitzer.

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Haus- und Grund­besitzerhaft­pflicht

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Für Vermieter von Immobilien.

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Wohn­gebäude­versicherung

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Für jeden Eigentümer einer Immobilie.

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Hausrat­versicherung

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Sobald der Hausrat einen höheren Wert erreicht.

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Glas-, Reparatur-, Brillen-, Handy­versicherung

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Beiträge im Vergleich zur möglichen Schadenhöhe viel zu teuer. Es ist sinn­voller jeden Monat etwas Geld für solche Ausgaben zurück­zulegen.

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    **** = Unbe­dingt notwendig.
    *** = Sehr zu empfehlen.
    ** = Sinn­voll.
    * = Mit Einschränkung sinn­voll.
    - = Über­flüssig.