Versicherer dürfen Menschen mit Behinderungen vom Versicherungsschutz ausschließen. Das ist keine unzulässige Diskriminierung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, befand das Oberlandesgericht Karlsruhe (Az. 9 U 156/09). Die Richter wiesen die Klage eines behinderten Jugendlichen zurück, der keine private Krankenhaus­zusatz­versicherung bekommt. Das sei rechtens, weil der Versicherer ihn nicht aufgrund seiner Behinderung, sondern wegen der zugrunde­liegenden Krankheit ablehnte.

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