Versicherung gegen Stark­regen Schnelltest

Nasse Sneakers lassen sich verschmerzen. Wenn der Keller voll­läuft, sieht es oft schon anders aus. Kann eine Starkregen­police geeigneten Schutz bieten?

Unwetterschäden können schnell fünf­stel­lige Beträge kosten. Dagegen schützt in der Regel eine Elementarschaden­police für Wohn­gebäude und Hausrat. Nun bietet der Versicherer Barmenia Direkt über seine Internetseite eine separate Starkregen­versicherung an. Die Police hat eine Lauf­zeit von zwölf Monaten und endet auto­matisch. Finanztest hat das Angebot unter die Lupe genommen und sagt, was davon zu halten ist.

Voll­gelaufene Keller, Gebäudeschäden, Sturz­fluten

Stark­regen liegt vor, wenn in kurzer Zeit so viel Nieder­schlag fällt, dass er nicht schnell ­genug im Boden versickern oder über Abwasser­kanal­systeme abge­leitet werden kann. Das Tückische daran: Stark­regen kann über­all vorkommen und zu voll­gelaufenen Kellern, Schäden am Gebäude und Hausrat, Über­schwemmungen und Sturz­fluten führen. Im Jahr 2016 lag die Summe für solche Elementarschäden, also durch Naturgefahren ausgelöste Schäden, im Schnitt bei 5 600 Euro.

Tipp: Welche Policen Haus­besitzer und Mieter brauchen, erklären wir in unserem Special Unwetter: Welche Versicherung zahlt für die Schäden?

Das Angebot der Barmenia Direkt

Starkregen­versicherung für zwölf Monate. Eigentümer und Mieter können die Versicherung nur online abschließen und via Kreditkarte oder Paypal zahlen. Die Police gilt an jedem Wohn­ort in Deutsch­land, sie läuft zwölf Monate, und der Schutz endet auto­matisch. Der Ver­sicherer leistet für Schäden am ­Gebäude sowie die Zerstörung, Beschädigung oder den Verlust von Hausrat nach einer Über­schwemmung und Rück­stau, wenn ­ausschließ­lich Stark­regen der Auslöser war.

Es gibt drei Tarif­varianten:

  • Absicherung von 1 000 Euro für 9,99 Euro im Jahr,
  • Absicherung von 5 000 Euro für 31,99 Euro im Jahr,
  • Absicherung von 10 000 Euro für 39,99 Euro im Jahr.
Versicherung gegen Stark­regen Schnelltest

Vorteile: Kurze Warte­zeit, keine Selbst­beteiligung

Der Versicherungs­schutz beginnt 24 Stunden nach Abschluss der Versicherung. Außerdem verlangt der Versicherer im Schadens­fall keine Selbst­beteiligung.

Nachteile: Nied­rige Versicherungs­summen, kein lang­fristiger Schutz

Um ein Wohn­gebäude ausreichend gegen einen größeren Gebäudeschaden abzu­sichern, sind Versicherungs­summen von 1 000 Euro bis 10 000 Euro zu nied­rig. Erste Wahl ist eine Elementarschaden­police als ­Ergän­zung zur Gebäude­versicherung (siehe Test Wohngebäudeversicherung). Der Gebäude­versicherer kommt dann nach Schäden durch eine Über­schwemmung in der Regel für Schäden auf – und zwar bis zum versicherten Gebäude­wert, zum Beispiel 200 000 Euro. Ein weiterer Nachteil: Die Police endet auto­matisch nach zwölf Monaten Lauf­zeit. Kunden können die Versicherung danach erneut abschließen. Wer sich lang­fristig versichern will, muss regel­mäßig an den Neuabschluss denken.

Für wen kommt die Starkregen­versicherung in Frage?

Die Barmenia Direkt-Police kann für ­Haus­eigentümer in Betracht kommen, die keinen Elementarschaden­schutz bekommen, etwa weil sie in einem Hoch­wasser­risiko­gebiet wohnen oder ihnen eine Naturgefahrenversicherung zu teuer ist. Sie können mit der Barmenia Direkt-Police zumindest einen Teil eines größeren Schadens absichern.

Schutz für Hausrat im Einzel­fall sinn­voll

Wer sich gegen Über­flutungen durch Stark­regen absichern will, sollte eine Gebäude­versicherung und eine Hausrat-Police haben. Geht es um Möbel, Inventar und Gebrauchs­gegen­stände im Privathaushalt, empfiehlt sich eine Hausrat-Police für diejenigen, die Schäden am oder den Verlust von Hausrat finanziell nicht ausgleichen können. Ergänzend kann auch der Elementarschaden­schutz über den Hausrat­versicherer abge­schlossen werden.

Tipp: Mit unserem individuellen Vergleich Hausratversicherung finden Sie Policen, die nicht nur günstig sind, sondern auch exakt zu Ihrem Hausrat und Bedarf passen – gegebenenfalls mit ergänzendem Elementarschaden­schutz. Vergleichen lohnt sich: Die Preis­unterschiede betragen bis zu mehreren hundert Euro!

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