Parken am Flughafen ist teuer. Wer eine Reise nicht antreten kann und seinen Park­platz vorab gebucht hat, bleibt auf den Kosten sitzen. Genau für diese Fälle gibt es jetzt eine Versicherung vom Park­haus­betreiber APCOA. test.de hat angesehen, was die Police taugt.

Drei Euro für nicht genutzten Park­platz

Bucht und bezahlt ein Kunde einen Park­platz am Flughafen eine Weile bevor er auf eine längere Flugreise geht und reist dann doch nicht, bekommt er von der APCOA Park-Storno­schutz Versicherung sein Geld für den Park­platz zurück. Der Park­haus­betreiber arbeitet dabei mit dem Versicherer HanseMerkur zusammen. Für Buchungs­gebühren bis 100 Euro kostet die Police drei Euro. Für einen Platz, der über 100 bis 250 Euro kostet, gibt es den Versicherungs­schutz für neun Euro. Drei Wochen Parken am neuen Groß­flughafen Berlin Brandenburg im Juli 2012 kosten bei APCOA beispiels­weise 152 Euro.

Rück­tritts­grund kranker Hund

Der Versicherungs­schutz greift bei unerwarteter schwerer Erkrankung, schwerer Unfall­verletzung, bei Tod und einer Umbuchung der Reise bis 42 Tage vor Reiseantritt. Dass weitere Stornogründe, beispiels­weise die Erkrankung des mitreisenden Hundes oder eine einge­reichte Scheidungs­klage versichert sind, erfährt der Kunde, wenn er das Produkt­informations­blatt liest. Zu diesem gelangt er allerdings nur, wenn er schon in den Buchungs­vorgang für die Police einsteigt. Ungünstig: Die Park-Storno­schutz-Versicherung ist im Produkt­informations­blatt nicht ausdrück­lich erwähnt. Nach Auskunft der HanseMerkur gelten für diese Police zwar die gleichen Bedingungen wie für die dort beschriebene Reiserücktrittsversicherung. Darauf müssen Kunden aber selbst kommen.

Zu viel Geld für ein kleines Risiko

Die Park-Storno­schutz Versicherung ist, auch wenn sie auf den ersten Blick kaum etwas kostet, im Verhältnis zum versicherten Risiko teuer. Die Bedingungen sind außerdem wenig trans­parent und beinhalten ungüns­tige Klauseln. Die Versicherung leistet nur bei nicht vorhersehbaren Ereig­nissen. Bei Krankheit ist das ein dehn­barer Begriff. Gerade bei Menschen mit Vorerkrankungen führt das leicht dazu, dass es kein Geld gibt, zumal alle behandelten Krankheiten aus den vergangenen sechs Monaten ausgeschlossen sind. Bei einer einfachen Absage des Park­platzes, etwa weil der Kunde doch nicht mit dem Auto kommt, weil vielleicht der Sohn das Auto benötigt oder es vorher kaputt geht, gibt es außerdem nichts.

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