Wer mit der Versicherung einen Schaden reguliert, sollte auf keinen Fall Klauseln unterschreiben wie: „Mit dieser Zahlung sind alle weiteren Ansprüche des Geschädigten abgegolten.“ Statt dessen sollte man schriftlich festhalten, dass auch eventuelle Spätschäden übernommen werden müssen. Dann steht die Versicherung auch noch nach Jahren im Wort. So hatte sich eine Frau nach einem Verkehrsunfall 1981 weitere Ansprüche vorbehalten. Als sie 1997 erneut Kniebeschwerden bekam, forderte sie Schadenersatz von der Versicherung, die ihr aber entgegenhielt, der Fall sei längst verjährt. Das Oberlandesgericht Frankfurt sah das anders: Aufgrund der schriftlichen Vereinbarung sei die Verjährung gehemmt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der spätere Schaden konkret auf den Unfall zurückgeführt werden kann (Az. 17 U 15/01).

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