So haben wir getestet

Im Test. Wir haben sieben Apps getestet, deren Anbieter als Versicherungs­makler registriert sind und die Privatpersonen neue Versicherungs­verträge vermitteln und deren bestehende Verträge betreuen. Ausgewählt wurden Makler-Apps, die den Kunden zu seinem Absicherungs­bedarf beraten, ein breites Spektrum an Versicherungs­produkten abdecken und mit vielen der in Deutsch­land ansässigen Versicherer koope­rieren. Alle Anbieter wurden von je einer geschulten Test­person getestet. Die Voraus­setzungen der Tester waren vergleich­bar: Sie hatten ein ähnliches Alter, Arbeits-, Wohn-, Familien- und Einkommens­verhält­nisse. Alle schlossen vor dem Test dieselben Policen ab. Insgesamt gab es drei Beratungs­anfragen pro Anbieter. Nach Policen, die eine Beant­wortung von komplexen Gesund­heits­fragen verlangen, wie eine Berufs­unfähigkeits- oder private Kranken­versicherung, haben wir nicht gefragt, auch nicht nach Alters­vorsorgetarifen.
Test­zeitraum: Ende März bis Ende Juni 2017.

Beratungs­leistung und Kunden­information (65 %)

Zentraler Prüf­punkt: Wir bewerteten, ob der Kunde darüber aufgeklärt wurde, dass eine bestimmte Absicherung mit der von ihm gewünschten Versicherung nicht erreicht werden kann. Weiterhin bewerteten wir, ob und inwiefern der Kunde über seine bestehenden, leistungs­schwachen und mitunter nicht bedarfs­gerechten Policen informiert wurde. Dabei verglichen wir unter anderem, auf welche konkreten Tarifmerkmale der Makler bei der Beratung einging.

Erfüllung weiterer Maklerpflichten (25 %)

Wir haben bewertet, ob der digitale Makler sich früh­zeitig und von sich aus als Versicherungs­makler zu erkennen gab und der Begriff „Versicherungs­makler“ genannt wurde. Weiterhin sollten Kunden über die Aufgaben eines Versicherungs­maklers, wie Bedarfs­erhebung, Erteilung einer Produkt­empfehlung, Vermitt­lung von Versicherungs­verträgen sowie Bestands­betreuung informiert werden. Auch sollte der Kunde erfahren, warum er ein Maklermandat unter­schreiben soll. Der digitale Makler sollte das Verfahren dokumentieren und die Dokumentation dem Kunden zur Verfügung stellen. Zum Beispiel haben wir erfasst, ob das Maklermandat auto­matisch per Mail zugestellt wurde.

Import der Policen (10 %)

Wir prüften, ob die Tester ihre Policen im Test­zeitraum erfolg­reich in die App importieren konnten und ob sie informiert wurden, wie lange der Import voraus­sicht­lich dauert. Wir haben zudem verglichen, ob die Versicherungs­unterlagen als Foto hoch­geladen werden konnten.

Daten­sende­verhalten (0 %)

Mithilfe eines Proxys lasen wir bei der Nutzung am Smartphone (Android-Betriebs­system) die gesendeten Daten aus den Apps aus, entschlüsselten sie, falls nötig, und analysierten sie. Das Urteil lautete kritisch, falls Daten gesendet wurden, die für die Nutzung der App nicht notwendig sind. Dies gilt zum Beispiel für die Über­tragung der Geräte-Identifikations­nummer.

Mängel in Daten­schutz­erklärung (0 %)

Ein Jurist prüfte die Daten­schutz­erklärungen auf unwirk­same Klauseln.

Mängel in den AGB (0 %)

Ein Jurist prüfte die allgemeinen Geschäfts­bedingungen auf unwirk­same Klauseln, die den Kunden unzu­lässig benach­teiligen.

Abwertung

Abwertungen führen dazu, dass sich Mängel auf das Finanztest-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind mit einem Stern­chen*) gekenn­zeichnet.

Deutliche Mängel in der Daten­schutz­erklärung und in den allgemeinen Geschäfts­bedingungen führten zu einer Abwertung des Finanztest-Qualitäts­urteils um jeweils eine halbe Note.

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