Versicherung Test

Zahlt meine Rechts­schutz­versicherung auch bei Stress mit dem Vermieter? In der App können Kunden mit dem Makler chatten und Fragen stellen.

Makler-Apps wollen die Versicherungs­branche digital revolutionieren. Anbieter wie Knip, Clark, Feelix & Co versprechen, alle Versicherungen ihrer Kunden papierlos zu betreuen. Alles, was der Kunde braucht, ist eine entsprechende App. Wir haben sieben Gratis-Apps getestet, deren Anbieter als Versicherungs­makler registriert sind und die Privatpersonen neue Versicherungs­verträge vermitteln, aber auch bestehende Verträge betreuen. Fazit: Die Idee ist gut, aber die Beratung könnte besser sein.

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TestVersicherungFinanztest 10/2017
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Schluss mit dem Papierkram

Beratung per Chat, E-Mail oder Telefon – das passt zum Alltag vieler Menschen, der zunehmend digital und mobil ist. Die Versicherungs­branche ist bekannt für viel Papier, viele Formulare und viele Unter­schriften. Apps bieten in vielen Bereichen heute schon Lösungen für das tägliche Tun an – von der Banking- bis zur Spiele-App. In der Versicherungs­welt sind digitale Anwendungen noch Nischen­produkte.

Kann eine App den Makler ersetzen?

Makler-Apps versprechen dieselben Dienst­leistungen, wie sie ein Versicherungs­makler aus Fleisch und Blut erbringt. Der Makler ist ein Bindeglied zwischen Kunde und Versicherungs­gesell­schaften. Er ermittelt den Versicherungs­bedarf des Kunden und vermittelt ihm passende ­Versicherungen, ist aber von einzelnen Gesell­schaften unabhängig: Er soll für seine Kunden einfach die besten Produkte am Markt finden. Für die erfolg­reiche Vermitt­lung einer Police erhält er eine Vergütung vom Versicherer. Der Makler muss begründen, warum er etwas empfiehlt, und Vertrags­abschlüsse dokumentieren. Er betreut auch bestehende Policen, kündigt oder optimiert sie. Und er unterstützt seine Kunden im Schadens­fall. Es klingt anspruchs­voll, aber attraktiv für den Kunden, all dies in einer einzigen App zu bündeln. Doch wie gut klappt das in der Praxis?

Makler-Apps: Das bietet der Test

Hintergrund. Wir erklären, was ein „digi­taler Versicherungs­makler“ ist und wie solche Makler-Apps funk­tionieren. Sie erfahren, wer alles Versicherungen verkauft – und worin sich Versicherungs­makler, -vertreter und -berater unterscheiden.

Test­ergeb­nisse. Hier erfahren Sie, wie die sieben getesteten Makler-Apps abschneiden bei Beratungs­leistung und Kunden­information, beim Import der Policen, beim Daten­sende­verhalten und bei der Qualität des Klein­gedruckten.

Digitale Makler im Test

Sieben Apps haben wir geprüft. Wir haben uns angeschaut, was die neuen Anbieter versprechen und was sie tatsäch­lich leisten. Wir wollten heraus­finden: Halten sie sich an die Regeln, die ein Versicherungs­makler einhalten muss, wenn er Kunden berät? Wie sieht die Beratungs­qualität aus? Wie gut lässt sich ein bestehender Versicherungs­vertrag in die App importieren? Außerdem: Wie sieht es mit dem Daten­schutz aus? Die Teste­rinnen und Tester installierten sich dafür die Versicherungs­makler-Apps auf ­ihren Smartphones. Die Mini-Programme gibt es kostenlos im Internet.

Keine App berät sehr gut

Zentraler Prüf­punkt war die Beratungs­leistung. Jeder Tester stellte drei Beratungs­fragen. Es ging zum Beispiel um die Qualität einer bestehenden Privathaft­pflicht­police, die Wichtig­keit einer Unfall­versicherung und falsche Vorstel­lungen zur Leistung einer Hausrat­versicherung. Keine Makler-App beriet in allen Fragen sehr gut. Mal wurde die eine, mal die andere Beratungs­anfrage zufrieden­stellend beant­wortet. Insgesamt schneiden nur zwei von sieben Apps gut ab.

Vertrag in die App

Bestehende Verträge müssen in die App integriert werden. Dazu fordert die Makler-App bestehende Policen von den Versicherern an. Der Versicherer muss seiner­seits erfahren, dass der Makler jetzt der Ansprech­partner für die Vertrags­verwaltung ist. Was Kunden manchmal nicht klar ist: Dieser Prozess kann mehrere Wochen dauern. Darauf wiesen die meisten Apps auch hin. Bei einer der getesteten Apps klappte es inner­halb des mehr­wöchigen Test­zeitraums nicht, Verträge in die App zu integrieren.

Fünf Apps versenden zu viele Daten

Um die App nutzen zu können, geben Kunden persönliche Daten wie Anschrift, Geburts­datum, E-Mail-Adresse und Mobil­funk­nummer an. Wir haben geprüft, welche Daten die Apps weitersenden und an wen. Sind darunter Daten, die für die App-Funk­tion nicht notwendig sind? Ergebnis: Nur zwei von sieben Apps sind daten­spar­sam.

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