Die Grundrenten für Kriegsversehrte aus den neuen Bundesländern werden rückwirkend zum 1. Januar 1999 auf Westniveau angehoben. Das teilte das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung mit. Der Schritt wurde notwendig, nachdem das Bundesverfassungsgericht im März die niedrigeren Ostrenten für verfassungswidrig erklärt hatte (Az: 1 BvR 284/96 und 1659/96). Bei den Leistungen handelt es sich um Renten, die der Staat an ehemalige Soldaten und Zivilisten zahlt, um sie für im Krieg erlittene Verletzungen zu entschädigen.

Eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums erklärte, das Urteil des obersten Gerichts werde "schnellstmöglich" umgesetzt, eventuell bereits zum 1. Juli. Rund 60.000 Menschen in Ostdeutschland können sich dann über Nachzahlungen und höhere Renten freuen. Pro Person gibt es im Durchschnitt etwa 580 Mark mehr im Jahr.

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