Verschlüsselung

Sicherheit mit S/MIME: Mit Zertifikat

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Verschlüsselung - Wie Sie Ihre E-Mails vor Schnüff­lern schützen

Vorhanden. Die Funk­tion steckt in jedem besseren Mail­programm.

In Mail­programmen wie Microsoft Outlook und Mozilla Thunderbird ist S/MIME integriert. Die Abkür­zung steht für Secure Multipurpose Internet Mail Extensions und bedeutet etwa „sichere universelle Erweiterungen für E-Mail“. Um es zum Laufen zu bringen, beantragt der Nutzer bei einem Dienst­leister ein Zertifikat. Dem müssen alle vertrauen.

Die Identitäts­prüfung. Sie erfolgt über die Zertifikat­stelle. Im einfachsten Fall (Class-1-Zertifikat) bestätigt sie nicht die Identität, sondern nur die E-Mail-Adresse – niemand muss dafür persönlich einen Ausweis vorlegen. Das Zertifikat gibt es auf eine einfache Anfrage per Mail.

Die Verschlüsselung. Der eigene Internet­browser erzeugt mit dem erworbenen Zertifikat zwei Schlüssel: einen öffent­lichen und einen privaten. Wer seine Mails digital unter­schreibt (signiert), verteilt damit auto­matisch den öffent­lichen Schlüssel. Die Empfänger verschlüsseln damit ihre Antwort­mails an den Zertifikatin­haber. Der öffnet die Mails mit seinem Privatschlüssel.

Die Schwach­punkte. Kostengüns­tige Zertifikate für Privatkunden fehlen in Deutsch­land noch. Die Anbieter wenden sich vorrangig an gewerb­liche Nutzer. Speziell US-, aber auch andere außer­europäische Dienst­leister handeln nicht gemäß unserem Daten­schutz­verständnis.

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fußballfan am 28.02.2015 um 15:13 Uhr
PGP 3

...ich empfehle zu diesem Thema das Heft 6 / 2015 von -ct- für 4,20€.
Seite 1 ( Lasst PGP sterben ) und Seite 160 ( Die Schlüssel-Falle ).
Danach kann sich jeder seinen Reim machen........
Vielleicht sollte man TextSecure, iMessage, Threema benutzen.Das hat eine gewisse Basis-Sicherheit ohne Schlüssel.Außerdem sollte man den Anwendern keine Dummheit unterstellen.....PGP ist eben kaputt!!

stefan.georg am 12.02.2015 um 18:09 Uhr
Weitere Ungenauigkeiten

hm.stahl hat weiter unten bereits einige Ungenauigkeiten bemängelt. Es gibt noch eine weitere, die die Beschreibung des asymmetrischen Verfahrens sehr schwer verständlich macht.
Das digitale Zertifikat, mit dem sowohl bei PGP als auch bei S/MIME die Authentizität seines Inhabers "bescheinigt" wird, dient nicht der Erzeugung eines Schlüsselpaares, sondern enthält den öffentlichen Schlüssel seines Inhabers. Es enthält außerdem Daten zur Identität des Inhabers, die durch eine Signatur einer vertrauenden Person (PGP) oder einer Zertifizierungsstelle (S/MIME) mit dem öffentlichen Schlüssel verknüpft werden (deshalb Zertifikat).
Da die eigentlichen Verschlüsselungsverfahren in beiden Fällen gleich sind, können auch in beiden Fällen diese Schlüsselpaare auf dem PC erzeugt werden. Der private Schlüssel muss in beiden Fällen niemals den privaten PC verlassen, weil auch bei dem S/MIME-Zertifizierungsverfahren nur der öffentliche Schlüssel wichtig ist.

stefan.georg am 12.02.2015 um 18:05 Uhr
@herrschwarzer: Kein Grund zur Paranoia

Absolute Sicherheit kann nicht das Ziel sein. Auch ein Brief bietet keine Gewähr, dass niemand den unbemerkt geöffnet und womöglich ausgetauscht hat. Sie können einfach davon ausgehen, dass sich nur dann jemand die Mühe macht, das zu tun, wenn er ein ganz besonderes Interesse daran hat.
Anders ist es offenbar mit der digitalen Kommunikation. Maschinell bedeutet es einen vergleichsweise geringen Aufwand, sämtliche Kommunikation automatisiert auf bestimmte Inhalte hin zu überprüfen, wenn sie unverschlüsselt ist. Die individuelle Verschlüsselung treibt den Aufwand für derartige Überprüfungen wieder in eine Höhe, die eine Überprüfung so mühsam macht, dass man sie sich nur im Einzelfall leisten wird. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist mithin eine Maßnahme, mit der man das Schutzniveau einer E-Mail von dem einer Postkarte auf das eines Briefes heben kann. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

stefan.georg am 12.02.2015 um 17:46 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

herrschwarzer am 15.08.2014 um 06:58 Uhr
Utopie

Nur wer ganz fest daran glaubt, ist im weltweiten Netz wirklich sicher..
Man könnte kleine Save's via Post bzw. Paketversand verschicken. Der Weg ist das Problem. Auf diesem kann ALLES passieren. Wie lange beschäftigen die Menschen sich schon mit Verschlüsselungssystemen, dem Verschlüsseln wie auch dem Entschlüsseln.
Es gilt also nicht die Mail zu Verschlüsseln, sondern den Weg. Aber kann das denn funktionieren? Vermutlich nicht.
Der wirtschafliche Faktor "Angst fressen Seele auf" wird es schon vorantreiben, Ressourcen verbrauchen, jedoch nicht sicher machen.