De-Mail: Mit Behörden

Insel­lösung. De-Mail klappt nur national und ist nicht sehr sicher.

So einfach wie E-Mail, so sicher wie Papier­post – mit diesem Slogan wirbt die Bundes­regierung für den gesetzlich geregelten E-Mail-Kontakt der Bürger mit Behörden.

Die Kosten. De-Mail gibt es bei Mail­diensten wie GMX und Web.de oder zum Beispiel bei der Deutschen Telekom. Bei GMX sind zehn Mails monatlich frei, jede weitere kostet 39 Cent. Leistungen wie Einschreiben, also Versand- und Empfangs­bestätigung, kosten generell extra (GMX: 78 Cent pro Mail).

Die Identitäts­prüfung. Sie erfolgt persönlich, mit Vorlage eines Personaldokuments wie Reisepass oder Personal­ausweis. Anbieter wie GMX kommen auf Wunsch zum Antrag­steller nach­hause oder zur Arbeit.

Die Verschlüsselung. Privatpersonen können praktisch nicht verschlüsseln, weil De-Mail nur direkt über die Web-Mailer läuft. Problem: Der Mail­dienst kennt nicht den privaten Schlüssel des Anwenders.

Die Schwach­punkte. De-Mail kann nur an Inhaber einer De-Mail-Adresse verschickt werden. Sie gilt als rechts­sicher, aber tech­nisch als unsicher: Die Mail­dienste entschlüsseln Nach­richten und unter­suchen sie auf Schadsoftware. Dritte könnten hierbei mitlesen.

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