Versandhandel Meldung

Versandhandelskunden, denen die Ware nicht gefällt, können innerhalb von 14 Tagen widerrufen und alles zurückschicken. Hat der Händler darauf nicht hingewiesen, gilt das sogar unbefristet. Doch wer zahlt nach dem Widerruf für Hin- und Rücksendung?

  • Hinsendekosten. Hat der Händler eine Hinsendepauschale verlangt, muss er sie ersetzen, entschied das Landgericht Karlsruhe gegen das Versandhaus Heine (Az. 10 O 794/05, nicht rechtskräftig). Diese Auffassung ist jedoch umstritten. Gibt der Kunde nur eins von mehreren Teilen zurück, erhält er sicher nichts zurück.
  • Rücksendekosten. Hier kommt es auf den Warenwert an. Bei ­Ware bis zu 40 Euro zahlt der Kunde die Rücksendung, wenn der Händler dies im Kleingedruckten so geregelt hat.

Bei Waren über 40 Euro darf der Händler dem Kunden die Kosten nicht generell aufdrücken und so gilt im Grundsatz, dass der Händler die Rücksendung zahlt. Ausnahme: Von Kunden, die zum Zeitpunkt des Widerrufs die Ware noch nicht bezahlt haben, kann der Händler die Kosten verlangen. Die Bestellung auf Rechnung erweist sich dann als Nachteil.

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