Verbraucher können per Versandhandel bestellte Ware manchmal sogar bis zu vier Wochen nach Erhalt zurücksenden. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschieden (Az. VIII ZR 265/03). Üblicherweise gilt sonst eine zweiwöchige Widerrufsfrist.

Länger Zeit lassen kann sich der Verbraucher, wenn das Versandhaus in den Vertragsbedingungen festschreibt, dass der Kaufvertrag erst nach Ablauf einer Billigungsfrist von zwei Wochen wirksam wird. Erst nach dieser „Probezeit“ beginnt laut BGH dann die zweiwöchige Frist für einen Widerruf.

Im konkreten Fall hatte ein Käufer eine telefonisch bestellte Kunstmappe gut drei Wochen nach Erhalt zurückgegeben. Der Versender hatte ihm bei der Zusendung schriftlich eine Billigungsfrist mitgeteilt und war davon ausgegangen, dass die auch die Widerrufsfrist umfasse. Doch das Gericht gab dem Kunden Recht.

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