Verpackungs­müll

Nein zu Müll­packungen

14
Verpackungs­müll - Wie viel Müll lässt sich vermeiden? Ein Experiment
© Stiftung Warentest

Kleine Portionen in Riesen­packungen, doppelt einge­tütete Süßig­keiten, dick­wandige Dosen – die Industrie produziert sie noch immer.

Mehr­fach einge­schweißter Knabberkram, Delikatessen in aufgeblähten Luxusschachteln – im Handel findet sich viel Über­verpacktes (siehe Foto oben). Jahre­lang konnten Anbieter ihre Produkte in so viel Material hüllen wie es für die Vermarktung nützlich war. Das neue Verpackungs­gesetz, das seit Januar 2019 gilt, nimmt Unternehmen stärker in die Pflicht. Sie müssen beim zentralen Verpackungs­register Mengen und Materialien ihres Verpackungs­mülls melden. Je mehr anfällt, desto mehr Geld kosten Samm­lung, Recycling, Entsorgung durch ein duales System. Firmen mussten zwar schon früher für die Müll­verwertung zahlen, aber gut 90 Prozent drückten sich. Die Registrierung im Verpackungs­register soll die Zahlungs­moral verbessern und helfen, die Recycling­quote von 36 auf 63 Prozent zu steigern.

14

Mehr zum Thema

  • Mikro­plastik Wie gefähr­lich sind die winzigen Kunst­stoff­teilchen?

    - Winzig klein, aber ein großes Thema: Die Stiftung Warentest beant­wortet die wichtigsten Fragen zu Mikro­plastik und welche Auswirkungen die Teilchen auf die Umwelt haben.

  • Gelbe Tonne Das gehört in die Wert­stoff-Tonnen

    - Häufig landet in der Gelben Tonne oder im gelben Sack Müll, der dort gar nicht rein­gehört. Wie ernst es die Bürger mit der Müll­trennung nehmen, ist jedoch regional...

  • Recycling­fähig­keit Wie nach­haltig sind Verpackungen?

    - Was lässt sich besser recyceln: Aluminium- oder Plastiktuben? Sind Deo-Roller mit Glas-Kunststoff-Verpackung und Joghurt­becher mit Aludeckel wieder­verwert­bar? Was...

14 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

WhatEverYouWantToBe am 11.07.2022 um 22:35 Uhr
Passiver Widerstand

Meine Vermutung ist, dass in den Läden erst mehr umdenken einsetzen wird, wenn wir mehr von dem Müll direkt in die dafür bereitgestellten Tonnen vor dem Laden stecken. Wieso muss beispielsweise eine Fertigpizza (in einer Tüte) noch in einen Karton gesteckt werden? Vl einfach mal die ganze Pappe vor dem Laden in den dafür vorgesehenen Papiercontainer geben.
Oder wieso müssen Bio-Produkte, die in Plasstik-Verpackungen stecken, dann nochmal mit Papier umwickelt werden? Für Produktinfos würde auch der Aluminium-Deckel reichen. Und für die Stabilität könnte man das Plastik etwas dicker machen. Dann müsste der Verbraucher nur den Deckel abmachen und beide Teile wäre gut receycelbar.
Wieso müssen Kekse teilweise einzeln verpackt, dann in eine Gesamtverpackung und dann noch in einen Karton gesteckt werden? Es mag dafür viele Gründe geben - aber sicher ist die Umwelt dabei zu kurz gekommen.
Daher passiver Widerstand: Einfach mehr von dem unnötigen Müll in den Tonnen der Verkäufern lassen.

WhatEverYouWantToBe am 11.07.2022 um 22:32 Uhr
Weitere Tipps

Statt dem Einkaufskorb / -tasche kann man auch Kisten aus dem Laden nehmen. Die würden sonst sowieso im Müll landen. Damit spart man die zusätzliche Herstellung von Einkaufstaschen / -körben. Schafft man es dabei einen möglichst unbedruckten Karton zu erwischen, lässt sich dieser nach dem Einkauf klein machen und als Dünger im Garten vergraben. Regenwürmer freuen sich und man hat Zellulose direkt in den Boden gebracht. Dies gilt auch z.B. für die Unmengen von Kisten aus dem Online-Versandhandel, die bei Bestellungen so anfallen. Das gleiche lässt sich auch mit den beschriebenen Umweltartikeln (z.B. Mais-Verpackungen oder Verpackungen aus anderen Zellstoffen) machen, die sonst verbrannt würden.

Nosch-Berlin am 18.04.2020 um 21:30 Uhr
Dosenpfand bzw Pfandsystem

Leute, wer hat sich diesen Schwachsinn ausgedacht?
Ich sage nichts mehr. Auf keinen Fall mal reformieren.
Schönen abend noch euch allen
Nosch

Nosch-Berlin am 18.04.2020 um 21:24 Uhr
Vergessen wir nicht das " Duale System"

Meines Erachtens wurde es so um 2000 eingeführt. Das bedeutet, das wir alle für jegliche Vepackung schon im Laden einen gewissen Prozentsatz zahlen. Dafür werden alle Verpackungen kostenfrei entsorgt. So hies es damals. Oder irre ich mich da?
Die Praxis hat inzwischen aber gezeigt, das die Verantwortlichen dem nicht gewachsen sind.Bis auf ihre Gehälter. Will sagen anstatt ihrer Aufgabe gerecht zu werden, haben sie das Zeug im grossen Stiel an "Drittstaten" verscherbelt.
Und die Politik schaute wieder mal untätig zu. Auch die "Grünen".
Hinzu kommt dass seit einiger Zeit, zumindest in Berlin, die Lehrungen, von 2 Wochen auf 4 Wochen ausgedehnt wurden. Das gilt für Altglas sowie für die Gelbe Tonne.
Was ich auch nicht verstehe, warum müssen wir für Altpapier bezahlen? Sie bekommen einen fast reinen Rohstoff, ohne das ein einziger Baum gefällt werden muss.Übrigens die einzigen die 3x die Woche Leeren. Weil es bringt Geld.
MfG Nosch

Ollyhc am 15.04.2020 um 15:55 Uhr

Kommentar vom Administrator gelöscht. Grund: Unangemessener Umgangston