Verpackungen für Einweggetränke Meldung

Einweggetränke mit Pfand: Neues Logo erleichtert die Zuordnung von Dosen und Flaschen.

Ab dem 1. Mai wird es für Verbraucher deutlich einfacher, ihre Einwegflaschen zurückzugeben. Dann gilt eine neue Regelung, nach der Supermärkte, Discounter, Tankstellen und Co. auch Einwegflaschen zurücknehmen müssen, die Kunden nicht bei ihnen gekauft haben. test.de sagt, was sich ändert, wie und wo Verbraucher Einwegflaschen zurückbringen können und was sie dabei beachten müssen.

Eistee und Alkopops

Für Bier, Cola, Limonade und Biermischgetränke in Dosen, PET- oder Einwegglasflaschen galt die Pfandpflicht bislang schon. Ab dem 1. Mai müssen Verbraucher 25 Cent Pfand auch für kohlensäurefreie Getränke wie Eistee, aromatisierte Wässer, Fitnessgetränke und für so genannte Alkopops in Dosen, PET- und Glasflaschen mit einem Volumen von 0,1 bis 3 Litern zahlen. Verbraucher erkennen Einwegverpackungen, für die sie Pfand zahlen müssen, am Logo der Deutschen Pfandsystem GmbH (DPG, siehe Abbildung). Weiterhin pfandfrei sind Getränkeverpackungen für Milch, Spirituosen, Wein sowie Obst- und Gemüsesäfte. Darunter fallen auch Verpackungen, die als ökologisch vorteilhaft gelten - wie etwa TetraPak oder Schlauchbeutel.

Dose oder PET

Praktisch für Verbraucher: Künftig gibt es keine individuellen Pfandsysteme einzelner Supermarktketten mehr. Kunden können ihre Einwegflaschen und Dosen in jeder beliebigen Einkaufsstätte abgeben. Einzige Bedingung: Der Händler muss die jeweilige Verpackungsart - also Glas, PET oder Dose - in seinem Sortiment haben. Das heißt: Bieten Aldi, Lidl, Extra, Plus und Co. Dosen an, ist es egal, wo Kunden die leeren Verpackungen wieder abgeben. Einzig Händler mit weniger als 200 Quadratmetern Verkaufsfläche sind teilweise von der neuen Verordnung ausgenommen. Sie müssen nur die Dosen und Flaschen zurücknehmen, deren Marken sie führen. Wenn ein Kioskbesitzer also nur Sprite in Dosen verkauft, muss er keine leeren Seven-Up-Dosen zurücknehmen.
Hinweis: Ältere Einwegflaschen müssen Sie nicht bis zum 1. Mai zurückgebracht haben. Allerdings können Sie diese auch weiterhin nur bei dem Supermarkt abgeben, der die Flaschen auch verkauft.

Logo und Strichcode

Damit die Automaten in den Geschäften die leeren Einwegflaschen und -dosen auch zurücknehmen, müssen sie möglichst unbeschädigt und nicht beschmutzt sein. Das heißt, dass das Leergut möglichst nicht mehr zerdrückt werden sollte. Besonders wichtig: Das Etikett darf nicht beschädigt sein, damit Pfandlogo und Strichcode lesbar sind. Sonst könnten die Automaten eine Rücknahme der Verpackungen verweigern.

Einweg oder Mehrweg

Trotz Einwegpfand: Laut Umweltbundesamt sind Mehrwegverpackungen umweltschonender als Einweg. Besonders ökologisch sind Mehrwegflaschen, die aus der Region kommen. Nebeneffekt: Für Mehrwegverpackungen zahlen Verbraucher meist auch weniger Pfand. Auch Getränkekartons haben eine recht gute Ökobilanz, wenn sie recycelt werden. Dagegen sind Dosen und Einwegglasflaschen eher schlecht für die Umwelt. Sie sollten also besser im Regal bleiben. Einige große Supermarktketten haben bereits angekündigt, Dosen nicht mehr ins Sortiment zu nehmen.

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