Betriebliche Altersvorsorge aufstocken

Wer vermögenswirksame Leistungen in die betriebliche Altersvorsorge steckt, spart Steuern und Sozialabgaben.

Für Sparer, die keine staatliche VL-­Förderung erhalten, kann es sich lohnen, vermögenswirksame Leistungen auch für die betriebliche Altersvorsorge zu nutzen. Dann bleiben die VL-Zahlungen des Chefs und ihre eigenen Einzahlungen steuerfrei und bis 2008 auch sozialabgabenfrei. Bei allen anderen VL-Sparprodukten müssen die Arbeitnehmer die VL-Zahlungen versteuern und Sozialabgaben darauf zahlen.

Verdient ein Single beispielsweise 3 500 Euro im Monat, muss er für 26 Euro, die sein Chef ihm zusätzlich als VL-Leistung spendiert, durch die Abgaben selbst etwa 16,70 Euro aufwenden. Von den 26 Euro hat er also effektiv nur 9,30 Euro.

Steckt er das Geld in eine betriebliche ­Altersversorgung, blieben ihm die 16,70 Euro. Dafür zahlt er dann im Alter Steuern, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge auf seine Betriebsrente.

An das Geld aus der betrieblichen Altersvorsorge kommt er erst als Rentner heran. Alle anderen VL-Sparer können nach sieben Jahren ihr Erspartes nutzen.

Wie läuft der Vertragsabschluss?

Betriebliche Altersversorgung funktioniert in fünf Wegen: Direktzusage, Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds. Die Einzahlung vermögenswirksamer Leistungen ist überall möglich.

Anleger, die schon einen Versorgungsvertrag haben, können ihn einfach um die VL-Zahlungen ihres Chefs aufstocken lassen. Oder sie senken den eigenen Anteil entsprechend. Wichtig ist, dass der Tarifvertrag das Umwandeln der Leistung für eine Betriebsrente zulässt.

Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer ein Recht, eigenes Geld in eine Betriebsrente zu stecken. Er darf also ein Angebot fordern, zumindest eines für eine Direktversicherung. Welcher Anbieter zum Zuge kommt, entscheidet der Chef.

Höchstbeiträge beachten

Der Höchstbeitrag für die steuer- und sozialabgabenfreie Gehaltsumwandlung liegt im Jahr 2006 bei 2 520 Euro. Er entspricht 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung für die alten Bundesländer, gilt aber auch für die neuen Länder.

Weitere 1 800 Euro kann ein Arbeitnehmer steuerfrei sparen, wenn er kein Geld in eine vor 2005 begonnene Direktversicherung einzahlt.

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