Banken, Bausparkassen und Versicherungen beraten Auszubildende häufig schlecht über die Anlage vermögenswirksamer Leistungen (VL). Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen nach einer Stichprobe in 30 Finanzinstituten.

In den Testgesprächen zeigten sich die Berater alles andere als sattelfest. So fragte nur ein Einziger nach dem Einkommen des Kunden. Davon hängt es ab, ob eine staatliche Förderung möglich ist. Jeder Dritte informierte nicht einmal über die Einkommensgrenzen für die Förderung. Die Hälfte der Berater machte keine, falsche oder lückenhafte Angaben zur Höhe der staatlichen Sparzulage für die VL-Anlage in Bausparverträgen und Aktienfonds. Viele erwähnten zum Beispiel nicht, dass die Sparzulage bei Aktienfonds mit 20 Prozent höher ausfällt als beim Bausparen.

Dafür gab es mitunter denkbar ungeeignete Empfehlungen: Ein Banker drängte den Kunden zum Abschluss einer Unfallversicherung. Ein Versicherungsvertreter riet zu einer Kapitallebensversicherung, für die es keine Sparzulage gibt.

Tipp: Gute Aktienfonds-Sparpläne, in die vermögenswirksame Leistungen fließen können, hat Finanztest in Heft 4/2001 ermittelt. Die meisten Punkte erreichte unter den Aktienfonds Welt der DWS VermögensbildungsfondsI (WKN 847 652), unter den Aktienfonds Europa der Sun Life European Growth (WKN 971 795).

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