Unkenntnis oder Dummheit? Warum sich nur rund die Hälfte der Beschäftigten zwischen 30 und 49 Jahren vermögenswirksame Leistungen ihres Arbeitgebers auszahlen lassen und staatliche Förderung einstreichen, bleibt ein Rätsel. Unter den Jüngeren lassen sich sogar 86 Prozent der Arbeitnehmer das Geld durch die Lappen gehen, fand eine Studie des Meinungsforschungsinstitutes Emnid heraus. Zwar dürfen antragsberechtigte Arbeitnehmer die Einkommensgrenzen von 35.000 Mark für Ledige und 70.000 Mark für Ehepaare nicht überschreiten, doch haben nach Angaben des Bundesverbandes deutscher Banken mehr als 13 Millionen Arbeitnehmer Anspruch auf die staatlichen Prämien. Ein verheirateter Alleinverdiener mit zwei Kindern kann bis zu einem monatlichen Bruttoeinkommen von 7.200 Mark mit der Förderung rechnen. Wer während seines Berufslebens vermögenswirksame Leistungen kassiert und in Aktienfonds anlegt, kann immerhin mit einem Polster von mehr als 300.000 Mark in den Ruhestand gehen.

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