Vermögenswirksame Leistungen Test

Arbeitnehmer, die einen Vertrag über vermögenswirksame Leistungen abschließen möchten, sollten auch Aktienfonds in die nähere Wahl ziehen. Denn mit ihnen haben VL-Sparer die größten Renditechancen. Allerdings sollten Anleger nicht in einen beliebigen Fonds investieren. Geeignet sind Aktienfonds mit einer breiten Streuung. Denn dadurch reduzieren sie das Verlustrisiko. Um die Auswahl für VL-Sparer zu erleichtern, zeigt Finanztest, welche stark überdurchschnittlichen und überdurchschnittlichen Aktienfonds der aktuellen Fondsanalysen auch als VL-Sparplan angeboten werden.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Vermögenswirksame Leistungen

Leistungen vom Chef

Praktisch: Die meisten Arbeitnehmer bekommen die vermögenswirksamen Leistungen vom Chef geschenkt. Um in diesen Genuss zu kommen, müssen sie vorher einen VL-Sparvertrag abschließen. Der Arbeitgeber zahlt die Summe, die der Arbeitnehmer bis auf 34 Euro im Monat aufstocken kann, dann direkt auf den Sparvertrag ein. Zudem erhalten VL-Sparer noch eine jährliche Arbeitnehmersparzulage vom Staat. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie nicht mehr als 17 900 Euro Einkommen versteuern müssen (Ehepaare 35 000 Euro).

Risiko verringern

Die Renditechancen sind für VL-Sparer mit Aktienfonds am größten. Allerdings sind Aktienfonds auch riskant. Um das Risiko zu mindern, sollten Anleger daher nur Fonds wählen, die ihre Aktien breit streuen. Dazu gehören die Fondsgruppen Welt, Europa, Euroland und Deutschland. Die besten Aktienfonds dieser Gruppen aus der monatlichen Fondsanalyse von Finanztest, die auch als VL-Sparplan angeboten werden, finden Anleger im Testkompass.

Rabatte sichern

Die höchsten Rabatte auf den Ausgabeaufschlag erhalten VL-Sparer bei freien Fondsvermittlern. Diese arbeiten mit Fondsbanken zusammen, bei denen Anleger über den Vermittler ein Depot eröffnen können. Bei Hausbanken oder Fondsgesellschaften sind Rabatte dagegen selten. Für eine Fondsgesellschaft sollten sich Anleger daher nur entscheiden, wenn diese gute VL-Fonds anbietet und das Depot kostenlos zur Verfügung stellt. Direktbanken haben kaum VL-Fonds im Angebot und wenn, müssen Anleger den vollen Ausgabeaufschlag bezahlen. Ein Investment lohnt hier also nicht. Einzige Ausnahme: die DAB-Bank. Sie hat immerhin zwei überdurchschnittliche Fonds mit Rabatt im Angebot.

Niedrige Depotkosten

Auch die Depotkosten sollten Anleger nicht übersehen. Mitunter lässt sich hier ebenfalls sparen. test.de zeigt die Depotkosten, die bei Fondsgesellschaften und -banken pro Jahr fällig werden:

  • ACM: 0
  • Acitvest: Ab zweitem Jahr 12 Euro (Mehrkosten bei vorzeitiger Auflösung: 20 Euro)
  • Axa: 8,90 Euro (Mehrkosten bei vorzeitiger Auflösung: 25 Euro)
  • Cominvest: 10 Euro
  • Dekabank: 5 Euro, am Ende fällig (Mehrkosten bei vorzeitiger Auflösung: zusätzlich 25 Euro)
  • dit-Gruppe: 48,72 Euro einmalig am Ende
  • DWS: 0,29 Prozent, mindestens 8 Euro, maximal 10,08 Euro, am Ende fällig
  • ebase: 36 Euro
  • Fonds Service Bank: Ab zweitem Jahr 12 Euro (Mehrkosten bei vorzeitiger Auflösung: 20 Euro)
  • Frankfurter Fondsbank: 40 Euro einmalig am Ende
  • Meag: Ab zweitem Jahr 12 Euro (Mehrkosten bei vorzeitiger Auflösung: 20 Euro)
  • Union: 9,86 Euro (Mehrkosten bei vorzeitiger Auflösung: 12,50 Euro)

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