Sparplan: So funktioniert das VL-Sparen, so wird es gefördert

Vermögenswirksame Leistungen Meldung

Fast jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen (VL). Viele wissen das gar nicht und verschenken dadurch Geld.

Vermögenswirksame Leistungen werden zusätzlich zum Lohn gezahlt, allerdings nur auf Antrag. Mehr als 90 Prozent der Arbeitnehmer haben Anspruch darauf. Ob die Firma VL zahlen muss, steht im Tarifvertrag oder im Arbeitsvertrag. Fragen Sie einfach in der Personalabteilung.

Die Höhe ist unterschiedlich: Monatlich sind bis zu 40 Euro drin, allerdings für andere Sparformen wie etwa Bausparen. Auf Aktienfonds gibt es maximal 34 Euro. Deshalb sollte man zwei Verträge abschließen.

Das Geld wird sechs Jahre in einen Sparvertrag überwiesen. Danach ruht es ein Jahr bis zur Auszahlung. Während des Ruhejahrs kann bereits ein zweiter Vertrag abgeschlossen werden.

Wer in Aktienfonds spart, kann während dieser sieben Jahre nicht den Fonds wechseln. Es ist aber möglich, die Einzahlungen zu stoppen und einen neuen VL-Vertrag zu beginnen, der dann wieder sieben Jahre dauert.

Staatliche Förderung: Wer bis zu 17 900 Euro jährlich verdient (Ehepaare: 35 800 Euro), erhält Arbeitnehmersparzulage. 20 Prozent des eingezahlten Geldes legt der Staat dazu, bei Fonds also maximal 81,60 Euro im Jahr. Im Osten sind es bis 2004 sogar 25 Prozent, also 102 Euro. Zahlt der Arbeitgeber weniger als 408 Euro pro Jahr an vermögenswirksamen Leistungen, lohnt es sich, die Differenz bis 408 Euro aus eigenen Mitteln dazuzulegen, um die Höchstförderung einzustreichen. Die Zulage gibt es für Aktienfonds aber nur, wenn der Fonds zu mindestens 60 Prozent aus Aktien besteht. Das ist bei allen Angeboten in der Tabelle der Fall.

Tipp: Wer unter der Einkommensgrenze bleibt, kann noch mehr Geld vom Staat bekommen. Wenn er zusätzlich einen Bausparvertrag abschließt, am besten mit einer niedrigen Summe von etwa 10 000 Euro, und dort 40 Euro monatlich einzahlt, gibt es weitere 48 Euro Sparzulage pro Jahr. Hinzu kommt Wohnungsbauprämie: Wer weniger als 25 600 Euro im Jahr verdient, sollte weitere 512 Euro jährlich in den Bausparvertrag einzahlen, um 51,20 Euro zu erhalten. Diese Prämie können Ehepaare sogar doppelt kassieren: 51 200 Euro Einkommensgrenze, 102,40 Euro Förderung bei 1 024 Euro jährlicher Sparleistung.

Insgesamt kann ein Single also 180,80 Euro jährlich vom Staat bekommen.

Die Einkommensgrenzen beziehen sich auf das zu versteuernde Einkommen. Sonderausgaben und Werbungskosten kommen hinzu, sodass das Jahresbrutto um 20 und mehr Prozent höher liegen kann, etwa bei einem Arbeitnehmerehepaar mit zwei Kindern bei über 50 000 Euro.

Die Arbeitnehmersparzulage muss jedes Jahr mit der Steuererklärung beantragt werden. Von der Fondsgesellschaft erhalten Sie dazu eine Bescheinigung, die Sie der Erklärung beilegen. Nicht vergessen: Die Fragen im Mantelbogen und in der Anlage N ausfüllen. Für die Sparzulage werden keine Steuern und Sozialabgaben fällig.

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