Steuern und Sozial­abgaben: Der Haken am VL-Sparen

Vermögens­wirk­same Leistungen sind wie eine Gehalts­erhöhung, die mit Steuern und Sozial­abgaben belastet wird. Indirekt muss sich ein Arbeitnehmer damit an seinem VL-Spar­vertrag beteiligen. Wir haben nachgerechnet, wie viel dies ausmachen kann.

Beispiel: Ein lediger und kinder­loser Angestellter verdient monatlich 3 865,97 Euro und schließt einen VL-Vertrag ab. Er bekommt von seinem Arbeit­geber 27 Euro vermögens­wirk­same Leistungen. Er zahlt darauf 8,71 Euro Steuern und 5,52 Euro Sozial­versicherungs­beiträge.

Die 27 Euro vom Chef fließen ungekürzt in den VL-Vertrag. Die 14,23 Euro werden unserem Arbeitnehmer von seinem sons­tigen Monats­brutto abge­zogen. Dies ist die Bedingung dafür, dass er über­haupt die 27 Euro vom Arbeit­geber bekommt.

Lassen sich Arbeitnehmer nach Ende der Lauf­zeit das Geld aus dem VL-Spar­vertrag auszahlen, werden Kapital- und Zins­erträge mit 25 Prozent Abgeltung­steuer belastet. Dem können Sparer entgehen, wenn sie dem Kredit­institut einen Frei­stellungs­auftrag erteilen. Für Singles sind Erträge bis zu 801 Euro pro Jahr steuerfrei, für Ehepaare und Lebens­partner 1 602 Euro.

Ein Sonderfall gilt, wenn VL-Leistungen in Alters­vorsorgever­träge fließen. Dann sind für die Einzahlungen keine Steuern und Sozial­abgaben fällig. Der Staat zieht aber in der Auszahlungs­phase Steuern und Abgaben ab.

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