Betriebliche Altersvorsorge

Auch wenn die Masse der vermögenswirksamen Leistungen in Aktienfonds oder Bausparverträge fließt: Es gibt auch weitere attraktive Sparformen. Wer etwa die vermögenswirksamen Leistungen für die betriebliche Altersvorsorge verwendet, kann Steuern und Sozialabgaben sparen. Das rechnet sich vor allem für Sparer, die keine staatliche Förderung erhalten. test.de gibt einen Überblick.

Steuerfreie Zahlungen

Vor allem für VL-Sparer, die keine staatliche Förderung erhalten, ist die betriebliche Altersvorsorge interessant. Vorteil gegenüber anderen Sparformen: Die eigenen VL-Zahlungen und die des Chefs bleiben steuerfrei. Zudem müssen Arbeitnehmer auch keine Sozialabgaben darauf leisten. Im Gegensatz zu den anderen Sparformen bleibt VL-Sparern der volle Betrag, den sie in den Vertrag investieren. Nachteil: Im Alter fallen dann Steuern, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge auf die Betriebsrente an. Zudem kommen Sparer erst als Rentner an das Geld aus der betrieblichen Altersvorsorge. Üblich ist sonst nur eine siebenjährige Sperrfrist.

Verschiedene Möglichkeiten

Arbeitnehmer haben generell ein Recht auf Gehaltsumwandlung. Allerdings muss der Tarifvertrag das Umwandeln der Leistung für eine Betriebsrente zulassen. Wer die Möglichkeit hat, kann zwischen 5 Varianten wählen: Direktzusage und -versicherung, Unterstützungskasse, Pensionskasse und -fonds. Arbeitnehmer können alle Wege auch für die vermögenswirksamen Leistungen nutzen. Einzige Einschränkung: Das Unternehmen muss eine der Varianten anbieten. Ist dies nicht der Fall, können Arbeitnehmer zumindest eine Direktversicherung vom Chef fordern. Wer schon einen Vertrag für die betriebliche Altersvorsorge hat, kann ihn um die VL-Zahlung des Chefs aufstocken lassen - oder den eigenen Anteil entsprechend senken.

Tipp: Bei Interesse fragen Sie nach, ob diese Möglichkeit des VL-Sparens in Ihrem Betrieb möglich ist. Die Personalstelle oder der Betriebsrat sind die richtigen Ansprechpartner.

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