Schont der Fiskus die Fondssparer?

Die Bundesregierung will ­Anlegern nicht schaden, die ihre VL in Fonds anlegen.

Die rot-grüne Bundesregierung denkt bei der im Koalitionsvertrag angekündigten Spekulationssteuer über Ausnahmeregelungen für langfristig orientierte Anleger nach. Damit reagiert sie auf die Kritik, die an ihrem Plan geübt wird, eine zeitlich unbegrenzte Steuer auf alle Wertpapiergeschäfte einzuführen.

Da der Staat die Vermögensbildung mit Aktien besonders fördert, liefe eine solche Spekulationssteuer dem Grundgedanken der vermögenswirksamen Leistungen (VL) zuwider. Er kassierte zum Beispiel die gewährte Sparzulage bei der Auszahlung der VL zum Teil wieder ein. Zudem belastete die Regierung mit einer solchen Regelung für VL die Sparer mit niedrigen oder mittleren Einkommen und damit die eigentlichen Adressaten der VL.

An den Ergebnissen des aktuellen ­Finanztest-Vergleichs ändert die derzeitige Diskussion nichts: Die Sparanlage in Aktienfonds bleibt die renditeträchtigste, aber auch die risikoreichste Form der VL-Anlagen.

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