In drei Schritten zur VL-Anlage

1. Schritt : Fragen Sie in Ihrer Personal­stelle oder beim Betriebsrat nach, ob Ihnen vermögens­wirk­same Leistungen zustehen.

2. Schritt : Prüfen Sie, ob Ihr zu versteuerndes Einkommen unter den in der Tabelle genannten Grenzen für die Arbeitnehmer­spar­zulage oder die Wohnungs­bauprämie liegt. Wenn ja, haben Sie Anspruch auf staatliche Förderung. Das zu versteuernde Einkommen ist geringer als Ihr Brutto­einkommen, weil dafür vom Brutto steuerlich anerkannte Kosten, Pauschalen und Frei­beträge abge­zogen werden. Ihr zu versteuerndes Einkommen aus dem Vorjahr finden Sie im jüngsten Steuer­bescheid.

3. Schritt : Wählen Sie eine Anlageform. Tests zu Bank- und Bauspar­verträgen sowie Fonds finden Sie auf den folgenden Seiten.

Anlage­möglich­keit

Staatliche Förderung

Einkommens­grenze für die Förderung1

Maximale Förderung pro Jahr

Vor- und Nachteile des Anla­gepro­dukts

Rendite­chancen

Geeignet für …

Bank­spar­plan
(
Tabelle)

Nein

Vorteil: Kein Minus möglich.

Nachteil: Der Basiszins ist bei den meisten Angeboten variabel.

Bis 3,48 Prozent, regional bis 4,14 Prozent.

Sicher­heits­orientierte Anleger, die keine VL-Förderung vom Staat erhalten.

Bauspar­vertrag
(
Tabelle)

Ja

Arbeitnehmer­spar­zulage: 17 900 Euro 2 Wohnungs­bauprämie: 25 600 Euro 2

Arbeitnehmer­spar­zulage:

43 Euro2

Wohnungs­bauprämie:

45 Euro2

Vorteil: Der Sparer kennt den Auszahlungs­betrag am Ende der Lauf­zeit.

Nachteil: Kompliziertes Produkt. Wohnungs­bauprämie: Nur wer den Vertrag vor dem 25. Lebens­jahr abschließt, darf frei über das Geld verfügen. Alle anderen müssen es für wohnungs­wirt­schaftliche Zwecke nutzen.

Zwischen 1,75 und 3,00 Prozent

(mit Förderung etwa 2 Prozent­punkte mehr).

Sicher­heits­orientierte Anleger unter 25 Jahre. Sparer, die später das Geld zum Bauen oder Modernisieren verwenden möchten, sowie Anleger, die Anspruch auf staatliche Förderung haben.

Aktien­fonds­sparplan
(
Tabelle)

Ja

Arbeitnehmer­spar­zulage:

20 000 Euro2

80 Euro2

Vorteil: Aktienfonds bieten die größten Rendite­aussichten, bergen aber auch Risiken. Nachteil: Der Wert der Fonds­anteile schwankt und kann ins Minus rutschen.

Durch­schnitt­lich 8-10 Prozent pro Jahr.

Anleger, die bereit sind, ein gewisses Risiko einzugehen. Anleger mit Anspruch auf die Arbeitnehmer­spar­zulage.

Betriebliche Alters­vor- sorge

Nein

Vorteil: Anleger spart Steuern und Sozial­abgaben, die er sonst für die VL zahlt. Er muss nicht alle sechs Jahre neu abschließen.

Nachteil: Er kommt erst im Renten­alter an sein Geld. Dann ist die Auszahlung voll steuer­pflichtig. Gesetzlich Versicherte zahlen volle Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge.

Hängt vom gewählten Vertrag ab.

Sparer, die keine VL-Förderung erhalten und die den steuerfreien Frei­betrag für die betriebliche Alters­vorsorge von 4 440 Euro noch nicht ausgeschöpft haben.

Klassische Lebens­versiche­rung

Nein

Vorteil: Hälfte der Erträge steuerfrei bei Verträgen ab 2005 mit Mindest­lauf­zeit zwölf Jahre und Auszahlung ab 60. Lebens­jahr.

Nachteil: Unflexibles Produkt. Bei vorzeitigem Ausstieg Verluste möglich.

Mindest­zins garan­tiert, Über­schuss­beteiligung offen.

Anleger, die keine Förderung vom Staat erhalten und die geringen Steuer­vorteile nutzen wollen.

Tilgung eines Baukredits

Ja

Arbeitnehmer­spar­zulage: 17 900 Euro2

Arbeitnehmer­spar­zulage: 43 Euro2

Vorteil: Bauherren reduzieren mit den VL-Zahlungen ihre Kreditschulden. Das bringt ihnen meist mehr als jede Geld­anlage.

Hängt von den Kreditzinsen ab.

Alle, die einen Baukredit tilgen und deren Institut eine zusätzliche Tilgung akzeptiert.

    • 1 Einkommen, das nach Abzug aller steuerlich anerkannten Posten vom Brutto übrig bleibt.
    • 2 Ehepaare das Doppelte.