Schadenersatz vom Vermögensverwalter

Vermögensverwalter müssen Regeln einhalten. Tun sie das nicht, haften sie.

Ob der Vermögensverwalter für Verluste geradestehen muss oder nicht, entscheidet sich bereits, bevor er mit der Verwaltung beginnt. Im Beratungsgespräch werden die Weichen dafür gestellt, wie er das Geld später anlegen darf. Zudem muss der Berater den Kunden umfassend über Chancen und Risiken aufklären. Er darf bei einer Aktienanlage nicht nur die Gewinne der Vergangenheit betonen, sondern muss auch die besonderen Verlustgefahren ausführlich darlegen.

Gut, wenn der Kunde einen Zeugen dabei hat, der bei späteren Streitigkeiten aussagen kann. In jedem Fall sollten alle wichtigen Eckdaten der Vermögensverwaltung, vor allem die zulässige Aktienquote, schriftlich im Verwaltungsvertrag fixiert werden. Der Kunde sollte auch festlegen, wie hoch der maximale Verlust sein darf und ab welcher Verlusthöhe der Verwalter ihn automatisch informieren muss.

Verluste allein begründen noch keinen Anspruch auf Schadenersatz, selbst wenn sie überdurchschnittlich hoch ausfallen. Nur wenn die Verwaltung nachweisbar gegen die vertraglich vereinbarten Richtlinien verstößt, hat der Kunde Chancen.

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