Mit professioneller Vermö­gensverwaltung werben Banken und Sparkassen. Individuell ist daran aber nur die Einstufung der Kunden in Risikogruppen, zum Beispiel „sicherheitsorientiert“ oder „risikofreudig“. Danach wandern die Gelder jeder Gruppe in denselben Topf. Da könnte der Sparer auch gleich einen guten Dach- oder Mischfonds nehmen. Und tatsächlich stecken zum Beispiel beim Deka Schweizer Privatportfolio Chance 75 Prozent des Sparkapitals in einem einzigen Fonds, dem De­ka LuxMix SC. Ärgerlicher aber ist, dass die Profis oft schlechter sind als vergleichbare Indexmischungen. Die Renditen vieler Depots liegen deutlich darunter.

Finanztest führte zum Thema Vermö­gensverwaltung eine Leserumfrage durch und fand Kritikpunkte, zum Beispiel: Anstatt sich die besten Fonds aus jeder Gruppe herauszu­picken, arbeiten viele Banken nur mit hauseigenen Fonds, obwohl die in einigen Teilmärkten schwach abschneiden. Und selbst von den hauseigenen Fonds wählen sie nicht immer die besten. So fehlen im DWS- Portfolio Top-Fonds wie Vermögensbildung I, Intervest oder Akkumula. Dafür haben die Banken komplizierte Kostensysteme entwickelt, sodass Preisvergleiche kaum möglich sind.

Tipp: Wer die besten Fonds im Dauertest nimmt, kann sich das Geld für die Vermögensverwaltung sparen.

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