Hohe Vorlaufkosten und große Risiken sind die Eigenschaften einer atypisch stillen Beteiligung, die von der erst im September 1999 gegründeten R + W Vermögensmanagement AG in München angeboten wird. Anleger können sich mit einer Einmalanlage ab 1.000 Mark oder mit 50-Mark-Raten monatlich über eine Laufzeit von 10 bis 40 Jahren beteiligen. Dafür wird ihnen nach einer dreijährigen Verlustphase eine Rendite von 8 bis 10 Prozent pro Jahr in Aussicht gestellt.

Für die Vermittlung der Beteiligungen kassiert die R + W Vermögensmanagement Vertriebs GmbH eine Provision von zirka 17 Prozent von den Anle-gergeldern. Für den Fall, dass der atypisch stille Gesellschafter vorzeitig schon nach fünf Jahren kündigen will, muss er eine Abgangsentschädigung von 19 Prozent der Einlage zahlen. Der bei Vertragsabschluss gezahlte Aufschlag (Agio) von 5 Prozent der Einlage verfällt.

Hinzu kommt, dass die Steuerersparnisse infolge hoher Anfangsverluste nicht sicher sind und Anleger im Fall einer Insolvenz auch noch Geld nachschießen müssen.

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