Airbag für Führungs­kräfte. Schon eine über­sehene E-Mail kann teure Folgen haben. Eine Manager-Haft­pflicht schützt.

Geschäfts­führer und leitende Angestellte haften mit ihrem gesamten Vermögen, wenn sie Fehler machen. Sie brauchen eine Vermögens­haft­pflicht­versicherung, neudeutsch: D&O-Versicherung. Hat das Unternehmen keine, müssen sie sich persönlich absichern. Die Stiftung Warentest hat nach passenden Angeboten für zwei Modell­fälle gesucht und sechs D&O-Policen verglichen. Die Preise reichen je nach Versicherungs­summe von mehreren hundert bis zu mehreren tausend Euro – und auch die Angebote unterscheiden sich stark.

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TestVermögens­haft­pflicht­versicherungFinanztest 12/2020
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Vermögens­haft­pflicht: Ein teurer Schutz

Ergebnis der Unter­suchung: Der Schutz für Manager persönlich ist selten und recht teuer. 774 Euro pro Jahr kostete die güns­tigste Police für unseren Modell-Geschäfts­führer einer GmbH bei einer Versicherungs­summe von einer Million Euro. Höhere Versicherungs­summen können zu satt fünf­stel­ligen Prämien führen. Die Versicherer schauen sich jeden Kunden ganz genau an und machen Angebote im Einzel­fall.

Das bietet der Vergleich D&O-Versicherungen

Test­ergeb­nisse. Die Tabelle zeigt Preise und Leistungen von insgesamt sechs Vermögens­haft­pflicht­versicherungen – für zwei typische Modell­fälle.

Hintergrund und Tipps. Unser Testbe­richt verrät, wie Manager-Haft­pflicht­versicherungen funk­tionieren und welche Risiken sie abdecken. Die Versicherungs­experten der Stiftung Warentest erklären, worauf Geschäfts­führer und leitende Angestellte beim Abschluss eines Versicherungs­vertrags achten müssen – und wie sich kleine und mitt­lere Unternehmen mit D&O-Policen vor Management-Fehlern schützen können.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus Finanztest-Heft 12/2020.

Wie sich Unternehmen mit D&O-Policen schützen können

Vermögens­haft­pflicht­versicherungen für Manager werden unter der Bezeichnung D&O-Policen angeboten (D&O steht für „Directors and Officers“, also Geschäfts­führer und leitende Angestellte). Solche Policen gab es zunächst in Groß­britannien und Amerika. In der Regel schließen Unternehmen die Policen ab, um sich vor den finanziellen Folgen von Führungs­fehlern zu schützen.

Unterstüt­zung vom Versicherungs­makler

Richtiger Ansprech­partner für die Suche nach gutem und güns­tigem Versicherungs­schutz ist ein auf D&O-Policen spezialisierter Makler, der möglichst schon Erfahrungen mit der Branche hat. Er ist gesetzlich zur Beratung verpflichtet und haftet, wenn trotzdem etwas schief geht.

Unsere Modell­fälle: Geschäfts­führerin und leitender Angestellter

Modell­fall 1 ist eine 45-jährige angestellte Allein-Geschäfts­führerin einer GmbH für IT-System­technik mit einem Jahres­umsatz von 9 Millionen Euro. Sie ist keine Gesell­schafterin der GmbH. Für diesen Modell­fall haben wir zwei Angebote einge­holt – und zwar für eine Versicherungs­summe von 1 Million Euro beziehungs­weise 10 Millionen Euro.

Modell­fall 2 ist ein 45-jähriger leitender Angestellter mit Personal­ver­antwortung in einer GmbH für IT-Software­entwick­lung mit einem Jahres­umsatz von 45 Millionen Euro. Er trägt die Gesamt­ver­antwortung für Marketing und Vertrieb, die GmbH selbst hat keine eigene Manager-Haft­pflicht­versicherung. Hier haben wir Angebote für eine Versicherungs­summe von 5 Millionen Euro einge­holt. Für die zweite vorgegebene Versicherungs­summe von 25 Mio. Euro gab es keine Angebote.

Manager-Haft­pflicht: Nicht alle Versicherer machen ein Angebot

Das magere Ergebnis: Gerade mal sechs Versicherer machten der Geschäfts­führerin im Modell­fall 1 ein Angebot für eine D&O-Versicherung. Für den leitenden Angestellten aus Modell­fall 2 waren sogar nur zwei persönliche D&O-Policen zu haben. Ergebnis auch: Die Versicherer schauen sich jeden Kandidaten genau an und entscheiden, ob und zu welchen Bedingungen sie Schutz bieten.

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