Mit 8,25 Prozent Zinsen pro Jahr und einem Stempel „100% Kapitalschutz“ versucht die Vermögensgarant AG Anleger für ihre Inhaber-Teilschuldverschreibung zu gewinnen. Doch so sicher, wie der Stempel im Prospekt glauben lässt, ist die Anlage nicht.

Der Schutz soll zwar durch eine Depotbank garantiert sein. Doch wie bei allen Inhaberschuldverschreibungen gilt: Ginge die Vermögensgarant AG Pleite, wäre das Geld der Anleger gefährdet. Einen hundertprozentigen Kapitalschutz gibt es für diese Anlageform nicht.

Die Schweizer Bank Credit Suisse, die im Prospekt als „Depotbank“ genannt wird, wehrt sich dagegen. „Die Vermögensgarant AG hat eine Unterlassungserklärung unterschrieben. Sie darf künftig nicht mehr für ihre Inhaberschuldverschreibung mit unserem Namen werben“, sagte eine Sprecherin der Credit Suisse.

Die Vermögensgarant AG teilte mit, dass sie das Geld der Anleger inzwischen in Produkte einer Bank mit gleich guter Bonität anlege. Welche Bank dies ist, sagt sie nicht.

Anleger, die auf die Garantie hereingefallen sind, sollten rechtlich prüfen lassen, ob sie wegen Falschberatung oder Prospektbetrug ihr Geld zurückfordern können.

  • Finanztest hat die Vermögensgarant AG ­wegen der unseriösen Werbung im Prospekt auf die Warnliste gesetzt.

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