Vermögens-Check

Garantiedepot: Rendite mit Kalkül

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Mit dem Garantiedepot können Anleger kein Geld verlieren, aber wohl gewinnen. Als Einsatz reichen die regelmäßigen Zinseinnahmen.

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Garantiert ohne Verlust. Immer mehr Bankprodukte versprechen risikofreie Investments, mit denen Anleger eigentlich nur gewinnen können. Bei nüchterner ­Betrachtung ist das natürlich Unsinn. Je höher die Gewinnchance einer Anlage, desto größer ist auch das mit ihr verbundene Risiko – und umgekehrt.

Wer nichts riskieren will, hat auch keine Aussicht auf Gewinne, die über die Verzinsung von Tagesgeld hinausgehen. Aber was ist, wenn man nur die Zinsen als Risikokapital einsetzt und so die Ausgangssumme vollständig erhält? Genau das ist die Idee des Garantiedepots. Je nach Anlagedauer fließen unterschiedlich hohe Beträge in riskante Anlagen, ohne dass der Einsatz in Gefahr gerät. Der Anleger setzt nur seine Zinseinnahmen aufs Spiel, um die Renditechancen des Depots zu erhöhen.

Erst einmal muss er natürlich eine möglichst rentable Zinsanlage finden. Ideal sind Einmalanlagen ohne vorzeitige Verfügbarkeit, die bei fünf Jahren Laufzeit zurzeit bis zu 4 Prozent pro Jahr abwerfen. Mit diesem langfristig sicher nicht zu optimistischen Wert haben wir in der Tabelle „Garantiedepots“ gerechnet.

Für den spekulativen Part des Garantiedepots eignen sich Aktien, Aktienfonds und Indexzertifikate. Besonders Wagemutige können es sogar mit Hebelzertifikaten versuchen, müssen dann aber deren Totalverlust einkalkulieren. Entsprechend gering wäre der Depotanteil.

Bei einem soliden Aktienfonds ist dagegen kein Komplettausfall zu befürchten. Für die Berechnung des Garantiedepots unterstellt man sinnvollerweise ein Risiko von 50 bis 60 Prozent. So viel haben selbst gute Fonds in Crashzeiten verloren.

Mit Steuervorteilen

Das Garantiedepot ist auch steuerlich reizvoll. Alle Zinseinnahmen, die über den Sparerfreibetrag hinausgehen, müssen ­Anleger voll versteuern. Dagegen sind Kursgewinne nach einer einjährigen Spekulationsfrist steuerfrei. Das soll sich aber nach dem Willen der Regierung ab 2007 ändern. Wie sich die Abschaffung der Steuerfreiheit konkret für Anleger auswirkt, ist noch unklar. Jedenfalls sollte sich dadurch niemand vom Aufbau eines ­Garantiedepots abhalten lassen.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 18.01.2017 um 14:51 Uhr
Keine Chande-Risko-Klasse mehr

@alle: Der hier dargestellte Vermögens-Check für Ihr Portfolio funktioniert ohne die Chance-Risiko-Klasse, bzw. ein Äquivalent nicht. Wir haben bisher keine Untersuchung mit einem alternativ zu verwendenden Risikomaß veröffentlicht. Daher hat dieser Artikel keine aktuellen Nutzwert für Sie. Da test.de für uns und für unsere Leser auch eine Archivfunktion innehat, lassen wir diesen stehen. (maa)

bornemannjens am 02.01.2017 um 18:20 Uhr
Vermögens-Check / Chance-Risiko-Klasse

Danke für Ihre Antwort v. 02.01.17 (maa). Es stellt sich die Frage, ob der von Ihnen auf Ihren Seiten publizierte Vermögenscheck noch genutzt werden kann, da ja eine ganz wesentliche Komponente (Chance-Risiko-Klasse) in den Fonds für den Check fehlt. Auch der Rechner "Vermögens­planer: Kalkulation von Risiko und Chance" und die Tabelle "Klug mischen" kann man nicht nutzen, da man die "Klasse" je Fonds ja nicht kennt. Bei der Vielzahl der mittlerweile unterschiedlichen Aktienfonds (div . Themenschwerpunkte, Regionen, ex bestimmter Länder wie Japan oder UK, etc.) ist es z.B. schwierig, die richtige "Klasse" anhand Ihrer Tabelle "Aktienmärkte im Chance-Risiko-Vergleich" selbst zu ermitteln - auch weil die Tabelle aus 2005/2006 stammt und unklar ist, ob z.B. die Zuordnungen der Länder/Regionen zu den einzelnen Klassen überhaupt noch richtig ist. Resümee: Entweder den Check-Artikel überarbeiten/aktualisieren oder einstampfen - Ihre Meinung? Oder haben Sie einen besseren Vorschlag?

Profilbild Stiftung_Warentest am 02.01.2017 um 17:05 Uhr
Keine Chance-Risiko-Klasse mehr

Die Angabe zur Chance-Risiko-Klasse lassen wir im aktuellen Fondsdauertest weg, weil eine Verwechslungsgefahr mit unserer Chance -Risiko-Bewertung befürchten. In der alten Berechnung der Chance-Risiko-Klasse wird eine Symmetrie unterstellt, die wir in der Finanzkrise nicht wiederfinden konnten. Die Chance ist eben doch nicht gleich so hoch wie das Risiko. (maa)

bornemannjens am 01.01.2017 um 18:41 Uhr
Vermögens-Check / Chance-Risiko-Klasse

Zum Jahresende wollte ich mit Ihrem Vermögenscheck mein Depot mal wieder überprüfen. In Ihrem Artikel schreiben Sie: "In den Fonds im Dauertest ist zu jedem der rund 2 500 Aktien- und Rentenfonds die Chance-Risiko-Klasse angegeben". In der aktuellen Fondsliste habe ich z.B. für div. World-Aktien-ETFs diese Klassenangabe nicht gefunden. Wird sie nicht mehr angegeben oder wo steht sie? Erbitte Ihre Info - vielen Dank

Profilbild Stiftung_Warentest am 24.11.2014 um 16:02 Uhr
Anlagefehler vermeiden

Vfanous1: In genau dieser Form haben wir keinen weiteren Artikel aufgelegt. Im Moment gibt es die Serie "Anlagefehler vermeiden" in der Finanztest in einer etwas anderen Form wertvolle Tipps zur Anlagestrategie gibt: www.test.de / Suche / Anlagefehler. (maa).