Tipps

  • Renditechance. Wenn Sie nur auf zwar pflegeleichte und sichere, aber renditeschwache Festzinsanlagen setzen, verschenken Sie Gewinnchancen. Depots sollten stets auch einen Mindestanteil von Aktienfonds oder Aktien enthalten.
  • Planung. Die von Finanztest entwickelten Chance-Risiko-Klassen erleichtern Ihnen die Depotplanung. Sofern Sie Ihr Geld nicht kurzfristig benötigen, können Sie auch bei hohem Sicherheitsbedürfnis auf ein Depot der Klasse 4 oder 5 setzen. Es hat üblicherweise einen Aktienanteil zwischen 15 und 40 Prozent. Damit ist zwar ein Verlust von bis zu 10 (Chance-Risiko-Klasse 4) oder bis zu 15 Prozent (5) möglich, steigt aber auch die Gewinnchance auf 11,1 (4) oder 17,6 Prozent (5). Die Berechnung für gängige Kombinationen und Anlagezeiträume in den letzten 20 Jahren zeigt: Anständige Gewinne sind wahrscheinlich.
  • Sparplan. Ermitteln Sie Ihren regelmäßigen Finanzbedarf, indem Sie von Ihren Einnahmen Ihre Ausgaben und Verpflichtungen abziehen. Bei positiver Bilanz macht Sinn, einen Sparplan zu starten, um Ihr Depot so weiter aufzustocken. Wenn die Einnahmen nicht ausreichen, um die Ausgaben zu decken, ist eine Entnahmeplan nötig. Achten Sie darauf, dass Ihr Depot durch die laufenden Entnahmen nicht nach und nach in eine zu hohe Chance-Risiko-Klasse gerät.
  • Auswahl. Investieren Sie in bewährte Fonds und gängige, börsennotierte Wertpapiere. Nur sie lassen sich jederzeit zu einem fairen Preis verkaufen.
  • Mischung. Setzen Sie nie alles auf eine Karte. Wer nur wenig investieren kann, kauft besser einen Aktienfonds Welt als ein oder zwei Einzelaktien. Bei einer breiten Mischung von Geldanlagen ist eine Erhöhung der Chance-Risiko-Klasse möglich, ohne dass die Gefahr von Verlusten tatsächlich steigt. Den maximal möglichen Verlust erleiden Sie schließlich nur, wenn alle Ihre Geldanlagen sich schlecht entwickeln.
  • Eigenheim. Denken Sie darüber nach, ob Sie in ein Eigenheim investieren. Als reine Geldanlage eignen sich Immobilien nur eingeschränkt. Die Kosten beim Erwerb sind recht hoch, der Aufwand für Erhaltung und Bewirtschaftung schwer kalkulierbar und die Wertentwicklung kaum abzusehen. Dennoch kann die Investition für Sie lohnen. Auf der Habenseite können Sie ersparte Miete und den Wert der Immobilie verbuchen. Haben Sie sich für eine Immobilie entschieden, ist die Geldanlagestrategie klar: Stecken Sie Ihr gesamtes Vermögen bis auf eine Sicherheitsreserve von etwa drei Monatsgehältern in die Immobilie. Erst wenn Sie sämtliche Darlehen abgezahlt haben, ist Geldanlage wieder ein Thema. Bis dahin sollten Sie alles verfügbare Geld zum Schuldenabbau nutzen.
  • Bewertung. Berücksichtigen Sie bei der Bewertung einzelner Posten in Ihrem Vermögen stets die Summe, die sie bei einer Kündigung oder einem Verkauf aktuell bekommen. Wichtig ist das zum Beispiel bei Kapitallebens- oder Rentenversicherungsverträgen. Am Anfang der Laufzeit von solchen Verträgen bleibt der Rückkaufswert hinter Ihren Einzahlungen zurück, weil die Versicherungen zunächst die beim Abschluss entstehenden Kosten verrechnen. Die Entscheidung, ob sie einen Vertrag weiterführen oder nicht, hängt von der so genannten Restlaufzeitrendite ab. Bei der Ermittlung hilft der Finanztest-Rechner Restlaufzeitrendite. Nur wenn Sie eine alternative Geldanlage finden, die ohne zusätzliches Risiko mehr bringt, lohnt sich der Wechsel. Alternativ zur Kündigung können Sie solche Versicherungsverträge oft beitragsfrei stellen.
  • Informationen. Informieren Sie sich sorgfältig, bevor Sie sich für eine Geldanlage entscheiden. Generell gilt die Faustregel: Je höher die Chancen, um so höher auch das Risiko. Doch auch die Angebote innerhalb ein und derselben Chance-Risiko-Klasse können sich gewaltig unterscheiden. Entscheiden Sie zunächst, welche Art der Geldanlage zur Ergänzung ihres Depots richtig ist und wählen Sie dann etwa anhand der Finanztest-Informationen zu den Fonds im Dauertest das für Sie günstigste Angebot aus.

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