Vermögens-Check Test

Die meisten Anleger verschenken mehr Renditechancen als nötig. Bei langfristigen Geldanlagen bringt eine Beimischung von Aktienfonds Aussicht auf eine deutlich bessere Rendite gegenüber sicheren Zinsanlagen. Dabei bleibt kaum Sicherheit auf der Strecke. Je nach Laufzeit und Strategie ist ein Aktienanteil von 15 bis 40 Prozent richtig. Die richtige Mischung machts. Finanztest hat für alle Geldanlagen Chance-Risiko-Klassen ermittelt, mit deren Hilfe Anleger die richtige Mischung für ihr Depot finden.

Zwischen Chance und Risiko

Festzinsanlagen wie Bundesschatzbriefe oder andere öffentliche Anleihen sind bombensicher, aber wenig rentabel. Mehr als vier Prozent sind derzeit auch bei großen Anlagebeträgen und langer Laufzeit nicht drin. Viel mehr Chancen bietet die Investition in Aktienfonds. Allein auf Aktien zu setzen, ist jedoch riskant. Auf vielen Aktienmärkten sind Verluste von bis zu 50 Prozent pro Jahr möglich. Die richtige Strategie liegt auf der Hand: Sichere Zinsanlagen schaffen eine solide Basis, und eine geschickte Beimischung von Aktien sorgt für anständige Renditechancen. Mit drei bis vier Prozent Zinsen sollte sich kein Anleger zufrieden geben. Welche Mischung fürs Depot im Einzelfall richtig ist, hängt von Risikobereitschaft und der geplanten Laufzeit ab. Finanztest hat für alle Geldanlagen Chance-Risiko-Klassen entwickelt, mit deren Hilfe sich das Depot optimal abstimmen lässt.

Planung mit Klasse

Erster Schritt ist die Entscheidung, welche Chance-Risiko-Klasse das Depot insgesamt haben soll. 0 steht für sichere Zinsanlagen wie Tagesgeld, bei denen selbst unter ungünstigsten Umständen kein Geld verloren gehen kann. Dafür ist jedoch auch die Rendite bescheiden. Derzeit sind nicht mal 2,8 Prozent Rendite drin. Das andere Extrem sind hoch spekulative Einzelaktien wie Mobilcom-Anteile. Bei ihnen können über 90 Prozent pro Jahr verloren gehen, sind aber auch Gewinne von bis über 900 Prozent möglich.

Analyse bringt Klarheit

Zweiter Schritt ist die Bestandsaufnahme. Für alle Anlagen im Depot muss die Chance-Risiko-Klasse herausgesucht werden. Sämtliche Informationen sind in FINANZtest 1/2006 zu finden. In den Fonds im Dauertest ist zu jedem der rund 2 500 Aktien- und Rentenfonds die Chance-Risiko-Klasse angegeben. Sobald alle Positionen im persönlichen Depot in eine Chance-Risiko-Klasse eingestuft sind, lässt sich die Chance Risiko-Klasse fürs Depot im Ganzen ermitteln. Dabei hilft der FINANZtest-Vermögensplaner. [Hinweis 18.01.2017: Der Vermögensplaner ist nicht mehr aktuell.] Ergibt sich danach mehr oder weniger Risiko als erwünscht, sind zu riskante oder zu wenig renditeträchtige Positionen im Depot so lange auszutauschen, bis das Verhältnis stimmt.

Hilfe von Finanztest

So weit, so klar. Viel Mühe macht nach der Planung der Strategie die Entscheidung, welche Anlage innerhalb der passenden Chance-Risiko-Klasse richtig ist. Dabei hilft die Finanztest-Bewertung zu den Fonds im Dauertest. Sollen Einzelaktien ins Depot, sind für Privatanleger ohne Zugang zu den Informationen, über die Profis verfügen, eher die Anteile großer und renommierter Unternehmen geeignet. Bei weniger bekannten und womöglich noch jungen Unternehmen lassen sich die Gewinnaussichten und Risiken für Privatanleger kaum zuverlässig beurteilen.

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