Aktienfonds: Pro und kontra

Da Finanz­krisen stets mit Börsen­abstürzen einhergehen, sind Aktienfonds bei vielen Anlegern verpönt. Sie über­sehen, dass es keine andere Möglich­keit gibt, so breit gestreut in Sach­werte, nämlich Firmenbe­teiligungen, zu investieren. Dass breit streuende Aktienfonds auf sehr lange Sicht schlecht abschneiden, ist nicht ausgeschlossen, aber unwahr­scheinlich. Gerade für Anleger, die beim Ausstiegs­zeit­punkt sehr flexibel sind, ergeben sich auf lange Sicht gute Chancen.
Wer Aktienfonds wegen fehlender Sicherheit meidet, sollte bedenken: Wenn es der Wirt­schaft und den Firmen jahr­zehnte­lang schlecht ginge, wären die Folgen für die Staats­finanzen und fast alle Anlageformen groß – auch für die heute noch sicheren.

Vorteile

Rendite­chance. Keine andere seriöse Geld­anlage erzielte in der Vergangenheit so hohe Renditen. Bei einer Anlagedauer von 20 bis 30 Jahren waren es meist zwischen 8 und 10 Prozent pro Jahr.

Verfügbarkeit. Aktienfonds lassen sich sehr kurz­fristig zu Geld machen – notfalls sogar sofort durch einen Verkauf über die Börse.

Nachteile

Kurs­schwankungen. Anleger wissen nie, was ihre Fonds zu einem bestimmten Zeit­punkt in der Zukunft wert sein werden.

Verlustrisiko. Trotz der positiven Erfahrungen in der Vergangenheit ist niemals sicher, dass die Anlage nicht doch im Minus endet.

Komplexität. Für bequeme Anleger eignen sich nur wenige Fonds, zum Beispiel ein Indexfonds auf den Welt­aktien­index. Bei Fonds, die aktiv von Managern gesteuert werden, ist zudem eine regel­mäßige Erfolgs­kontrolle unerläss­lich.

Mehr zum Thema:www.test.de/investmentfonds.

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