Immobilien: Pro und kontra

Mit dem eigenen Haus wollen viele Anleger ihr Geld in Sicherheit bringen. Risiken blenden sie gern aus. Ob sich ein Immobilienkauf als kluge Entscheidung entpuppt, hängt entscheidend von der Lage und Qualität ab. Ein reno­vierungs­bedürftiges Anwesen in einer struktur­schwachen ländlichen Gegend würde dem Käufer nur insofern nutzen, als er seine Fixkosten senkt und Gemüse selbst anbauen kann. Ob er den gezahlten Kauf­preis jemals wieder­sieht, ist dagegen höchst ungewiss. Selbst eine attraktive Immobilie taugt nur zur Kapitalsicherung, wenn der Käufer sie zu einem halb­wegs fairen Preis bekommen hat. Die Hoff­nung auf auto­matisch weiter steigende Immobilien­preise hat sich in der Vergangenheit immer wieder als trügerisch erwiesen.

Vorteile

Mietfreiheit. Keine Gefahr von Miet­erhöhungen.

Sicherheit. Wer in der Immobilie wohnen bleibt, ist mit dem darin angelegten Geld nicht mehr von Inflation betroffen.

Billigzinsen. Die extrem nied­rigen Hypothekenzinsen machen die Kredit­aufnahme leicht.

Förderung. Durch staatliche Förderung, zum Beispiel ein Riester-Darlehen, kann der Kauf noch attraktiver werden.

Nachteile

Fest­legung. Ein Groß­teil des Vermögens ist dauer­haft gebunden, die Flexibilität des Käufers stark einge­schränkt.

Kosten. Haus­eigentümer haben regel­mäßige Kosten für Werterhalt und Versicherungen. Unvor­hergesehene teure Reparaturen können sie in die Klemme bringen.

Mehr zum Thema: test.de bietet unter „Bauen + Finanzieren“ viele Infos und Rechen­hilfen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1455 Nutzer finden das hilfreich.