Gold: Pro und kontra

Gold gilt als eines der besten Mittel gegen Inflation, wenn es eine Finanz­katastrophe bisher unbe­kannten Ausmaßes gäbe. Bei normalen oder teil­weise sogar deutlich erhöhten Inflations­raten wie zwischen 1980 und 2000 hat Gold dagegen keine Schutz­wirkung entfaltet, sondern hat sogar versagt. Anleger sollten sich also nicht darauf verlassen, dass sie eine künftige Geld­entwertung mit Gold ausgleichen können. Anderer­seits spricht nichts dagegen, einem größeren Depot bis zu 10 Prozent Gold beizumischen. Noch spekulativer als die Anlage in Gold ist das Investment in andere Edel­metalle oder Rohstoffe wie Silber, Platin, Kupfer, Rohöl oder sogenannte Agrarroh­stoffe. In dem Moment, in dem die Konjunktur einbricht, ist ein Preis­verfall wahr­scheinlicher als ein Preis­anstieg.

Vorteile

Mindest­wert. Gold hat seit Menschen­gedenken ein sehr hohes Ansehen. In schweren Krisen war es besonders begehrt. Ein völliger Wert­verfall ist praktisch ausgeschlossen. Anleger profitieren auch davon, dass die globale Gold­menge – selbst die bisher unge­förderten Vorräte – über­schaubar ist.

Verfügbarkeit. Lässt sich schnell zu Geld machen.

Steuer­vorteil. Kurs­gewinne, die mit Barren oder Münzen erzielt werden, sind nach einem Jahr steuerfrei.

Nachteile

Spekulation. Da Gold keine regel­mäßigen Erträge abwirft, setzen Anleger allein auf seine Wert­steigerung.

Höchst­preis. Nach der jahre­langen Kurs­rallye steigen Anleger sehr teuer ein. Das mindert die Rendite­chancen.

Mehr zum Thema: Unter www.test.de/finanzkrise geht es auch um Gold.

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