Vermietung an nahe Angehörige Meldung

Steuer­vorteile: Die Vermietung an Kinder muss sattel­fest sein.

Ein Vater, der seiner unter­halts­berechtigten Tochter eine Wohnung in seinem Zweifamilien­haus vermietet hat, streitet um die steuerliche Anerkennung des Miet­verhält­nisses. Das Problem: Er hat zwar mit seiner Tochter wie unter Fremden üblich einen Miet­vertrag abge­schlossen. Jedoch zahlt sie keine Miete.

Der Vater setzte die Miete nur fiktiv an und verrechnete den Betrag mit dem Unterhalt, den er seiner Tochter zahlt. Das erkannte das Finanz­amt nicht an. Auch das Finanzge­richt Düssel­dorf lehnte ab, da der Vater nicht mal konkret schriftlich vereinbart hat, wie der Unterhalt mit der Miete zu verrechnen sei. Jetzt muss der Bundes­finanzhof prüfen, ob die Vermietung steuerlich zählt und der Vater die Werbungs­kosten aus der Vermietung doch absetzen kann (Az. IX R 28/15).

Tipp: Wollen Sie an Ihre Kinder vermieten, sollte die Vermietung so sein wie unter Fremden üblich. Zahlen Sie am besten den Unterhalt an Ihr Kind, sodass es selbst Miete zahlt. Auch die Neben­kosten der Wohnung müssen Sie wie unter Fremden üblich abrechnen, damit das Miet­verhältnis steuerlich zählt.

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