Die Vermietung an nahe Angehörige hat einen doppelten Vorteil. Eltern, Kinder oder andere Verwandte zahlen wenig Miete, dennoch kann der Vermieter die Werbungskosten voll absetzen – allerdings nur, wenn er mindestens 50 Prozent der ortsüblichen Miete nimmt. Doch jetzt entschied der Bundesfinanzhof: Nimmt er zwischen 50 und 75 Prozent, sind Werbungskosten nur noch voll absetzbar, wenn die Wohnung nach einer realistischen Prognose einen Gesamtgewinn abwerfen wird (Az. IX R 48/01).

Tipp: Wer Steuervorteile nicht aufs Spiel setzen will, sollte Mietverträge jetzt anpassen, da auch das Steuervergünsti­gungs­abbaugesetz, das derzeit verhandelt wird, dieselbe Grenze vorsieht.

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