Fremdvergleich: Aufpassen beim Mietvertrag

Auch wer an Verwandte vermietet, sollte den Vertrag so abschließen wie mit Fremden.

Schriftlich. Das Finanzamt erkennt Mietverträge unter Angehörigen nur an, wenn sie in den Hauptpunkten so sind, wie es unter Fremden üblich ist. Der Vertrag sollte auf jeden Fall schriftlich abgeschlossen werden – auch wenn das nicht zwingend gesetzlich vorgeschrieben ist.

Nebenkosten. Nicht nur die Kaltmiete zählt, sondern auch die umlagefähigen Nebenkosten, zum Beispiel für Heizung und Wasser. Beträgt beispielsweise die ortsübliche Kaltmiete fünf Euro pro Quadratmeter und belaufen sich die Nebenkosten auf einen Euro, liegt die 56-Prozent-Marke bei 3,36 Euro.

Zahlungsart. Auch Zahlungstermin und Zahlungsart sollten im Mietvertrag stehen. Barzahlung wird vom Finanzamt meist bemängelt. Die Verwandten sollten die Wohnung auch tatsächlich bewohnen und dort gemeldet sein.

Abgeschlossen. Nicht alles geht als Wohnung durch. Das Finanzamt verlangt Abgeschlossenheit, einen eigenen Eingang und eine Kochgelegenheit.

Befristung. Ist der Vertrag befristet, werden nur schwer Überschüsse erreicht. Befristungen oder gar spätere Selbstnutzungsabsichten sollten daher nicht im Mietvertrag auftauchen – auch wenn die Befristung alle in nicht zur Ablehnung durch das Finanzamt führen darf (Bundesfinanzhof, Az IX R 1/04).

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