Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat geklärt, wie viel Miete Vermieter von Angehörigen verlangen müssen, damit sie ihre Werbungskosten für die Immobilie voll absetzen können. Noch reicht es, wenn Verwandte 50 Prozent der ortsüblichen Miete zahlen. Ab 2004 sollen die Finanzämter ein Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) anwenden, das die 50-Prozent-Grenze aufgeweicht hat (BMF-Schreiben vom 29. Juli 2003, IV C 3 - S 2253 - 73/03).

Ab 1. Januar 2004 können Vermieter, die Häuser oder Wohnungen an Angehörige vermieten und zwischen 50 und 75 Prozent der ortsüblichen Marktmiete nehmen, ihre Werbungskosten nicht mehr problemlos voll beim Finanzamt abrechnen. Sie müssen erst mit einer Prognoserechnung belegen, dass ihre Einnahmen über eine Mietzeit von 50 Jahren höher als ihre Ausgaben sind. Andernfalls darf das Finanzamt die Werbungskosten kürzen.

Tipp: Vermieter, die Kürzungen vermeiden und keine Prognoserechnungen vorlegen wollen, sollten in Verträgen mit Angehörigen die Miete ab Januar auf 75 Prozent der ortsüblichen Marktmiete erhöhen. Dann können sie ihre Werbungskosten voll absetzen.

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