Anschaffung, Herstellung, Erhaltung: Schwierige Abgrenzung

Vermietete Immobilien Meldung

Renovierungen von Mietshäusern sind nun steuerlich leichter absetzbar.

Häufig gibt es Streit zwischen Vermietern und Finanzamt über die Frage, ob Anschaffungs-, Herstellungs- oder Erhaltungsaufwand vorliegt.

Anschaffungskosten sind alle Aufwendungen, die beim Kauf der Immobilie entstehen. Sie können nur zusammen mit dem Kaufpreis über einen Zeitraum von 40 bis 50 Jahren abgeschrieben werden.

Herstellungskosten sind Aufwendungen für Arbeiten, die den ursprünglichen Zustand der Immobilie wesentlich verbessern. Sie müssen ebenfalls über 40 bis 50 Jahre abgeschrieben werden. Zu den Herstellungskosten zählen zum Beispiel umfangreiche Modernisierungen in mindestens drei von vier Kernbereichen (Heizung, Sanitär, Elektro, Fenster) oder größere Umbauten, Anbauten, Erweiterungen.

Erhaltungskosten entstehen für die Erneuerung bereits vorhandener Anlagen. Das gilt für Instandsetzungsarbeiten aller Art, beispielsweise für das Ausbessern von Treppen, Türen, Fußböden, Fliesen oder Dächern, für Schönheitsreparaturen, die Erneuerung von Wasserleitungen, Elektrokabel, Heizungen. Sie sind im Jahr der Zahlung sofort und in voller Höhe als Werbungskosten absetzbar. Achtung: Werden drei der vier Kernbereiche auf einmal modernisiert, entstehen aus den sofort voll absetzbaren Erhaltungs- nur langfristig absetzbare Herstellungskosten.

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