Tipps

  • Einspruch. Von der 15-Prozent-Regelung betroffene Vermieter sollten unter Hinweis auf die Aktenzeichen des Bundesfinanzhofs Einspruch einlegen. Das gilt auch für Vermieter mit offenen Bescheiden, denen in der Vergangenheit Modernisierungskosten wegen der 15-Prozent-Regel gestrichen wurden.
  • Qualitätsstufe. Neuerwerber, aber auch Altbesitzer sollten sich darüber informieren, in welche Qualitätsstufe (von „sehr einfach“, „mittel“ oder „sehr anspruchsvoll“) ihre Mietshäuser oder -wohnungen vor und nach der Modernisierung einzuordnen sind.
  • Dokumentation. Haus- und Wohnungsbesitzer sollten mit Fotos, Aufzeichnungen und anderen Nachweisen den ursprünglichen Zustand der Immobilie bei Anschaffung dokumentieren.
  • Gutachten. Bei aufwendigeren Sanierungen lohnt es sich, vor Beginn der Baumaßnahmen ein Gutachten über den alten Zustand einzuholen.
  • Kernbereiche. Werden mindestens drei der vier Kernbereiche (Heizung, Sanitär, Elektro, Fenster) erneuert und wesentlich verbessert, steigt der Standard der Wohnung. Dann können die Ausgaben nur noch langfristig als Herstellungskosten abgesetzt werden.
  • Planung. Wer die Kernbereiche innerhalb von drei Jahren nach Anschaffung in Raten sanieren will, muss aufpassen. Das Finanzamt unterstellt oft einen planmäßigen Zusammenhang der Einzelmaßnahmen als Gesamtplan. Auch dann müssen die Ausgaben langfristig abgeschrieben werden.
  • Selbstnutzung. Wer eine Immobilie selbst bewohnt, hat keine Chance, das Finanzamt an den Modernisierungskosten zu beteiligen. Anders sieht es aus, wenn an Eltern, Kinder oder andere Angehörige vermietet wird. Dann ist der volle und sofortige Werbungskostenabzug für Modernisierung möglich.
  • Wechsel. Wer seine eigenen vier Wände später vermieten will, sollte mit der Instandsetzung warten, bis er aus der Wohnung ausgezogen ist. Umgekehrt gilt auch: Wer eine bisher vermietete Wohnung selbst beziehen möchte, sollte rechtzeitig vor dem eigenen Einzug modernisieren. In beiden Fällen ist so der Werbungskostenabzug zu retten.

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