Selbsthilfe für Wohnungsvermieter

Wer sich selbst um Vermietung und Verwaltung seiner Wohnung kümmert, spart viel Geld.

Neuvermietung. Sie können Mietangebote in Tageszeitungen oder in Portalen (z. B. www.immobilienscout24.de) veröffentlichen. Vereinbaren Sie telefonisch oder per E-Mail Besichtigungstermine und besichtigen Sie gemeinsam mit Mietinteressenten die von Ihnen angebotene Wohnung. Lassen Sie Ihren künftigen Mieter eine schriftliche Selbstauskunft über seine beruflichen und finanziellen Verhältnisse ausfüllen und schließen Sie mit ihm selbst einen Mietvertrag. Behalten Sie das letzte Wort bei der Auswahl, wenn Sie einen Makler mit der Vermittlung beauftragen.

Mieterbetreuung. Lassen Sie die vereinbarten Mieten direkt auf Ihr Konto fließen. Nehmen Sie Mieterbeschwerden entgegen und veranlassen Sie notwendige Reparaturarbeiten in Ihrer Eigentumswohnung. Schicken Sie Ihrem Mieter nach Erhalt der Jahresabrechnung vom Hausverwalter möglichst schon bis Ende Juni eines Jahres die Betriebskostenabrechnung für das vergangene Jahr. Sofern Sie dennoch einen zuverlässigen Mietverwalter einschalten, übertragen Sie ihm aus Sicherheitsgründen nicht das Eintreiben der Mieten.

Hausverwaltung. Prüfen Sie zusammen mit den anderen Eigentümern mindestens drei Angebote von Hausverwaltern. Klären Sie den Leistungsumfang der Hausverwaltung und lassen Sie sich Referenzen zeigen. Erkundigen Sie sich, ob der Hausverwalter eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen hat oder dem Garantiefonds des Bundesfachverbandes Wohnungsverwalter (BFW) angehört.

Achten Sie darauf, dass der aus dem Kreis der Wohnungseigentümer gewählte Beirat seine Kontrollfunktionen wie Beleg- und Kontenprüfung gewissenhaft wahrnimmt.

Verwaltungsvergütung. Für Hausverwalter sind Gebühren von jährlich 200 bis 300 Euro pro Wohnung und 20 bis 30 Euro pro Tiefgaragen-Stellplatz inklusive Mehrwertsteuer üblich. Ein Mietverwalter erhält im Monat rund 15 Euro pro Wohnung.

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