Vierter Schritt: Vertrag abschließen

Miet­vertrag

Vermieten Special

Die Mietersuche war erfolg­reich, die Wohnung wird übergeben.

Besorgen Sie sich eine aktuelle Vorlage für den Miet­vertrag, etwa im Internet unter Verlag-haus­undgrund.de oder Grund­eigentum-verlag.de. Es gibt Formulare online oder auf Papier. Schreibwaren­geschäfte verkaufen Miet­verträge. Achten Sie darauf, dass der Stand aktuell ist. Es ist nicht ratsam, einen Miet­vertrag selbst zu formulieren. Das Risiko ist groß, dass Ihre Formulierungen miss­verständlich oder gar unwirk­sam sind.

Miet­erhöhung

Legen Sie im Miet­vertrag fest, dass und wie die Miete erhöht werden kann. Eine Staffelmiet­ver­einbarung legt schon jetzt fest, ab wann mehr zu zahlen ist. Zwischen den Schritten muss mindestens ein Jahr liegen. Indexmiet­verträge koppeln die Miete an den Verbraucher­preis­index. Mieter akzeptieren Verträge mit einge­bauter Miet­erhöhung aber ungern.

Betriebs­kosten

Listen Sie auf, welche Betriebs­kosten auf den Mieter umge­legt und wie sie abge­rechnet werden. Sie vermeiden Fehler in der Abrechnung, wenn Sie den gleichen Umla­geschlüssel vereinbaren, den auch die Haus­verwaltung bei der Abrechnung unter den Eigentümern nutzt.

Kaution

Eine Mietkaution darf höchs­tens drei Monats­mieten ohne Betriebs­kosten betragen und kann in drei Raten gezahlt werden. Das Geld müssen Sie getrennt von Ihrem Vermögen anlegen. Vereinbaren Sie im Miet­vertrag, dass die Wohnung erst übergeben wird, wenn die erste Miete und die erste Rate der Kaution einge­gangen sind.

Zeitmiet­vertrag

Das Miet­verhältnis dürfen Sie nur dann zeitlich befristen, wenn Sie die Wohnung danach selbst nutzen, umbauen oder modernisieren wollen.

Kündigungs­frist

Ein Vermieter muss einen Grund haben, wenn er kündigen will. Die gesetzliche Kündigungs­frist beträgt drei Monate und erhöht sich mit der Mietdauer. Wenn Sie eine längere Frist vereinbaren, sind Sie daran gebunden.

Reparaturen

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Mieter müssen Schön­heits­reparaturen nur ausführen, wenn ihnen das im Miet­vertrag über­tragen wurde. Vermieter dürfen keine festen Fristen vorgeben, wann Arbeiten zu erledigen sind. Bei unreno­vierten Wohnungen muss der Mieter dafür einen angemessenen Ausgleich erhalten.

Haus­ordnung

Gibt es eine Haus­ordnung? Dann über­reichen Sie auch diese.

Über­gabe

Gehen Sie mit den neuen Mietern durch die Wohnung und erstellen Sie ein Über­gabepro­tokoll. Bitten Sie die Mieter, es gemein­sam mit Ihnen zu unter­schreiben, Sie können sie aber nicht zwingen. Vermerken Sie Zustand, Mängel, Art und Zahl aller überge­benen Schlüssel, wie Wohnungs­eingangs- und Zimmerschlüssel. Notieren Sie die Zählerstände für Strom, Wasser und Heizung. Sinn­voll ist es, den Zustand mit Fotos zu dokumentieren.

Melde­pflicht

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Paragraf 19 Bundes­meldegesetz verpflichtet Sie ab 1. November 2015 dazu, Ihrem Mieter inner­halb von zwei Wochen schriftlich oder elektronisch den Einzug oder Auszug mit Datum, seinem Namen samt Wohnungs­anschrift sowie Ihrem Namen und Ihrer Anschrift als Wohnungs­geber zu bestätigen. Wer dieser Pflicht nicht nach­kommt, riskiert bis zu 1 000 Euro Geldbuße.

Versicherung

Eine Miet­ausfall­versicherung und Mietnomaden­versicherung sind verzicht­bar. Versuchen Sie lieber, finanzielle Reserven anzu­legen, damit Sie Durst­stre­cken über­stehen, wenn Mieter mal nicht zahlen.

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