In wirtschaftlich schlechten Zeiten erleben Anleger häufiger als sonst, dass die im Anlageprospekt aufgeführten Risiken wahr werden. Hinzu kommt, dass einige Firmen unerlaubte Geschäfte machen.

Zum Jahresende 2004 mussten Anleger folgender Kapitalanlagen um ihr Geld fürchten:

  • Die Venturion AG hat beim Amtsgericht Dortmund Insolvenz angemeldet (Az. 253 IN 186/04). Anleger, die ihr Geld in vorbörsliche Aktien der Gesellschaft investiert haben, sollten Schadenersatzansprüche prüfen. Die Venturion hatte mit unseriösen Versprechen wie einem Börsengang im November 2004 geworben.
  • Bei der Agiv Real Estate AG inHamburg, die wegen der Immobilienkrise in Not geraten ist, wurde ein vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt. Aktionäre sollen am 4. Februar über ein Sanierungskonzept abstimmen.
  • Die BHG Baugenossenschaft Hockenheim e. G. ist von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) aufgefordert worden, den Anlegern ihr Geld zurückzuzahlen. Laut Bundesanstalt hat die BHG ohne Erlaubnis Bankgeschäfte betrieben. Die Genossenschaft hatte Anlegern eine Kapitalrückzahlung von 108 Prozent garantiert. So eine Garantie durfte sie aber nicht geben.
  • Der Results Securities, Inc. in New York ist die Anlagevermittlung vom Bafin untersagt worden. Die Firma warb bei deutschen Anlegern um Geld. Ob diese ihr Geld zurückbekommen, ist unklar.

Alle hier genannten Gesellschaften stehen auf der Finanztest-Warnliste.

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